Hoeneß kritisiert zu kurze Pause und lobt die Spieler
Erfolgsserie mit sieben Spielen ohne Niederlage beflügelt die VfL-Mannschaft
MÖNCHENGLADBACH. Vor der Partie bei Borussia Mönchengladbach waren die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht gerade gut gelaunt. Grund für die Verstimmung war, dass die Partie nur 42 Stunden nach der Europa-Liga-Partie des VfL bei Rubin Kasan stattfand.
"Es geht nicht um den VfL Wolfsburg allein. Es ist egal, wen es trifft", ärgert sich Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß über die im Fernsehvertrag festgeschriebene Regelung, dass es in der gesamten Saison nur fünf Sonntage mit drei Spielen geben darf. Diese sind aufgebraucht, weshalb gestern nur der Hamburger SV und Werder Bremen in den Genuss eines Sonntagsspieles kamen.
Hoeneß hofft auf eine schnelle Änderung. "Es kann nicht sein, dass man die Vereine, die Deutschland international vertreten, auch noch bestraft", erklärt der VfL-Manager, dem es nicht um ein schlechtes Ergebnis, sondern um die größere Verletzungsgefahr nach solch kurzen Pausen geht. "Es gibt Mikroverletzungen, die innerhalb so kurzer Zeit einfach nicht ausheilen können", erklärt Hoeneß und hofft auf Einsicht bei der Liga und den Fernsehanstalten. "Wir müssen darüber reden, ob es in Zukunft Ausnahmeregelungen gibt."
Umso mehr freut es den Manager, dass der VfL die Aufgabe in Mönchengladbach mit einem 4:0-Sieg souverän gemeistert hat. "Diese Energie- und Willensleistung verdient höchsten Respekt. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Es ist großartig, was sie geleistet hat", sagt Hoeneß. Dass diese Leistung möglich gemacht wurde, liegt in seinen Augen auch an der Erfolgsserie des VfL, der seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen ist. "Klar wird man von solchen Erfolgserlebnissen beflügelt", meint Hoeneß.
Ähnlich sieht es auch Marcel Schäfer. "Es gelingen jetzt Sachen, die lange Zeit nicht gelungen sind. Das hängt viel mit dem Selbstvertrauen zusammen, das wieder da ist", meint der Linksverteidiger. In der Mannschaft habe die kurze Regenerationsphase keine Rolle gespielt. "Es wurde mehr darüber geschrieben, als dass wir uns wirklich darüber aufgeregt haben. Dafür hatten wir auch gar nicht die Zeit. Natürlich war es keine ideale Situation, aber wir haben sie angenommen."
Auch Alexander Madlung fühlte sich nach der Partie in Gladbach nicht schlapp. "Bei mir ging es. Wir haben den Ball gut laufen lassen und es Gladbach schwer gemacht", meint er. Verteidigerkollege Schäfer ergänzt: "Es war von der ersten bis zur letzten Minute sehr ordentlich. Kräftemäßig waren wir überlegen." Daraus zieht der Nationalspieler seine ganz eigenen Schlüsse. "Vielleicht ist es für uns immer besser, wenn wir auch in der Woche spielen", meint er mit Blick auf die drei Auftritte des VfL in der Europa-Liga. Die folgenden Bundesligapartien wurden alle gewonnen.













