Benaglio ist heiß auf seine Rückkehr
Ein Einsatz gegen Rubin Kasan kommt für den Stammtorhüter aber noch zu früh Lob für Marwin Hitz
WOLFSBURG. Seine Leidenszeit ging gestern zu Ende. Nach seiner Knieverletzung trainierte Stammtorhüter Diego Benaglio bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg erstmals wieder mit der Mannschaft. Ein Einsatz am Donnerstag gegen Rubin Kasan (21.05 Uhr, VW-Arena) kommt aber zu früh.
Nach dem Training strahlte der Schweizer Nationaltorwart. "Es geht mir gut. Ich freue mich riesig, dass ich wieder mit der Mannschaft trainieren konnte", sagte Benaglio. Vergessen war da für einen Moment die seit Dezember andauernde Leidenszeit. Nachdem die Knieprobleme zunächst ohne Operation in den Griff bekommen werden sollten, hatten zwei Fachärzte zu einer Arthroskopie geraten, bei der eine Schleimbeutelfalte geglättet wurde.
"Gefühlt hat es eine halbe Ewigkeit gedauert", denkt Benaglio zurück. Besonders das einsame Schuften im Kraftraum, abseits der Mannschaft sei schwer gewesen. Doch das Reha-Team um Wolfhard Savoy habe ganze Arbeit geleistet. "Sie haben mich auch mal aufgebaut, wenn die Situation gerade nicht ganz so befriedigend war", lobt er.
Dass während seiner Abwesenheit Landsmann Marwin Hitz im VfL-Tor eine gute Figur abgegeben hat, erkennt Benaglio neidlos an. "Er hat sehr gute Spiele gemacht und gezeigt, was für ein großes Potenzial in ihm steckt." Die Enttäuschung von André Lenz, der für Hitz weichen musste, kann Benaglio nachvollziehen. "Das ist doch normal. Wir Torhüter verstehen uns alle untereinander gut. Aber natürlich ist auch Konkurrenzkampf da", erklärt er.
Jetzt will der 26-Jährige bald wieder seinen Platz im VfL-Tor einnehmen. "Je schneller, desto besser", meint Benaglio und muss in seinem Ehrgeiz vom Trainer gebremst werden. "Es ist erfreulich, dass er wieder im Tor stand, und es ist klar, dass er schnell wieder spielen will. Aber ihm fehlt noch eine Kleinigkeit", erklärt Lorenz-Günther Köstner und schließt einen Einsatz gegen Rubin Kasan aus.
Auch Benaglio selbst bekennt: "Die eine oder andere Trainingseinheit mit der Mannschaft werde ich noch brauchen." Doch zumindest das Spiel gegen Hertha BSC am Sonntag hat er im Blick. "Wenn es klappen würden, wäre das super. Aber es muss von meinem ganzen Zustand auch Sinn machen." Er würde, wenn nötig, auch noch eine Woche länger warten. "Ich hoffe, dass es keine weiteren Rückschläge gibt. Aber ich bin da guter Dinge", ist Benaglio optimistisch.













