Kahlenberg fordert Bewährungschance
Der Däne kommt beim VfL nicht über den Reservistenstatus hinaus und sieht seine WM-Teilnahme in Gefahr
WOLFSBURG. Es war bislang nicht die Saison von Thomas Kahlenberg. Der Däne war im Sommer von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg verpflichtet worden, kam aber bislang über die Rolle eines Ergänzungsspielers nicht hinaus. Nur 224 Einsatzminuten stehen auf der Habenseite des Nationalspielers. In dänischen Medien machte Kahlenberg seinem Ärger nun Luft.
Der 29-fache Nationalspieler beklagte, dass er seit dem Trainerwechsel von Armin Veh zu Lorenz-Günther Köstner keine echte Einsatzchance erhalten habe und sich nicht beweisen konnte. Köstner wechselte Kahlenberg nur für wenige Minuten gegen München und Leverkusen ein. Nicht viel Zeit, um sich anzubieten.
Doch Köstner verweist auf die schwere Verletzung, die sich Kahlenberg kurz nach seinem Wechsel zum VfL zugezogen hatte. Ernste Hüftprobleme setzten den 26-Jährigen bis Ende Oktober außer Gefecht. "Dadurch hat er den Anschluss verloren. Als er danach eingesetzt wurde, hat er zudem nicht sonderlich gut gespielt", sagt Köstner. Deshalb hätten andere Spielern den Vorzug erhalten.
Der Trainer kann den Frust des Mittelfeldspielers dennoch nachvollziehen. "Er hatte es schwierig. Er hat schon von sich aus gesagt, dass er noch nicht das gezeigt hat, was er kann", so Köstner. An den Qualitäten des Dänen zweifelt der VfL-Trainer nicht. "Er ist nicht umsonst Nationalspieler. Ich habe großen Respekt vor ihm, aber er war in einer denkbar ungünstigen Situation als er zum VfL kam." Die hat sich nicht gebessert. Denn Zvjezdan Misimovic hat auf Kahlenbergs bevorzugter Spielmacher-Position nach einem kurzen Leistungseinbruch wieder die Kurve gekriegt. "Es wird schwer für ihn", meint Köstner.
Bei diesen Aussichten sieht Kahlenberg seine Chancen auf eine WM-Teilnahme schwinden. Denn Dänemarks Trainer Morten Olsen hatte unlängst erklärt, dass Spielpraxis im Verein ein wichtiges Nominierungskriterium für ihn seien. So bleibt Kahlenberg, der beim VfL noch bis 2013 unter Vertrag steht, wohl nur die Hoffnung, dass Olsen bei ihm eine Ausnahme macht. tg













