Gentner-Tor sorgt für "geiles Gefühl"
Geburtstagskind Dzeko will nach Sieg über Kasan mit den Kollegen feiern gehen – Hoeneß verteilt Lob
WOLFSBURG. „Ich habe nur den Ball auf mich zurollen sehen, habe mich konzentriert – und rein!“ So beschrieb Matchwinner Christian Gentner die Entstehung seines Tors gegen Kasan zum 2:1 n. V., mit dem der VfL Wolfsburg ins Viertelfinale der Europa-Liga einzog.
Den größten internationalen Erfolg des Fußball-Bundesligisten mussten sich
Gentner und Co. „hart erkämpfen“. Doch Zweifel am Weiterkommen hatte der
Mittelfeldspieler jedoch zu keiner Zeit. „Ich habe immer an uns geglaubt. Wir
waren nach hinten konzentriert, wollten nichts zulassen. Ein völlig verdienter
Sieg“, bilanzierte Gentner.
Übers ganze Gesicht strahlte auch Edin Dzeko,
der am Mittwoch 24 Jahre alt geworden war. Traurig darüber, dass sein Treffer
wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben worden war, zeigte sich der
Bosnier nicht. „Ich muss nicht immer mein Tor machen. Wichtig ist, dass die
Mannschaft gewinnt“, sagte der Stürmer. Trotzdem merkte er an: „Eigentlich habe
ich ja ein Tor gemacht. Es war kein Abseits.“
Nach Spielende kündigte
Dzeko an, spontan mit den Teamkollegen „ein bisschen zu feiern“. Gentner trat
aber sogleich auf die Bremse: „Wir dürfen nicht zu viel Party machen. Wir haben
am Sonntag wieder ein schweres Spiel. Aber mit Edin anstoßen, müssen wir
schon.“
VfL-Manager Dieter Hoeneß dürfte nach solch einem Erfolg auch
nichts dagegengehabt haben. „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Alle
zusammen haben die Wende geschafft.“ Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner
bezog er ausdrücklich mit in das Lob ein: „Er macht sehr gute
Arbeit.“
Fürs Viertelfinale wünscht sich Hoeneß nun Atletico Madrid oder
den FC Liverpool. „Das wäre klasse.“ Sein eigentlicher Wunschgegner war jedoch
Juventus Turin, doch die Italiener sind gegen den FC Fulham ausgeschieden.
„Juventus ist ein großer Name, aber man hat gesehen, dass sie nicht in Form
sind.“
Dzeko indes würde sich über Juve-Bezwinger Fulham freuen. „Gegen
englische Klubs spiele ich gern“, sagte der Torjäger. Auch Gentner wünscht sich
ein Team von der Insel, allerdings den FC Liverpool. Dabei schaut er schon
augenzwinkernd ein bisschen voraus. „Am liebsten träfe ich im Finale auf
Liverpool.“
Mit den jüngsten Erfolgen wächst jedenfalls das
Selbstvertrauen der „Wölfe“ weiter. „Ein geiles Gefühl“, jubelte Ashkan Dejagah
nach Abpfiff. Gentners Last-Minute-Tor euphorisierte ganz Fußball-Wolfsburg.













