Trainerschelte für die Stars: "Das ist kein Fußball"
McClaren unzufrieden mit Training Lob für Cigerci
WOLFSBURG. Steve McClaren bevorzugt auf dem Trainingsplatz die sofortige und schonungslose Ansprache und Blitzkritik. Während der gestrigen Vormittagseinheit des Bundesligisten VfL Wolfsburg watschte der Chefcoach seine Stars ab. "Das ist kein Fußball", grantelte er auf Englisch in Richtung Grafite, Josué, Misimovic und Co.
In Abwesenheit einiger Stammspieler wie Marcel Schäfer, Sascha Riether und Edin Dzeko (alle in der verordneten Trainingspause) hatte die verbliebene nominelle A-Elf mit Diego Benaglio im Tor mehr Mühe als erwartet mit dem B-Team. In dem standen auch noch mehrere Leihgaben aus der U23. Schon während der Spielform wurde McClaren des Öfteren laut.
Ausdrücklich und vor allen anderen Spielern lobte er hingegen Tolga Cigerci. Und das nicht wegen der verwegen aussehenden Gesichtsmaske, die der A-Jugendliche nach seinem jüngst erlittenen Nasenbeinbruch zum Schutz trägt. "Tolga hat das Spiel gemacht", lobte er den Nachwuchsmann und kritisierte damit indirekt dessen namhafte Gegenspieler.
Während die Mannschaft anschließend noch Dehn- und Kraftübungen absolvierte, diskutierte McClaren angeregt mit seinem Co-Trainer Pierre Littbarski. Es ist auffällig, dass sich das Duo schon auf dem Platz regelmäßig austauscht. Einige frühere VfL-Cheftrainer waren deutlich weniger dialogfähig.













