Benaglio: Baby-Alarm bei Nationalmannschaft
Kind des VfLers könnte morgen zur Welt kommen
WOLFSBURG. Ersatzmann Marco Wölfli hält sich schon bereit: Weil der Schweizer Torwart Diego Benaglio bei der Geburt seines ersten Kindes in Wolfsburg sein möchte, läuft der VfL-Profi morgen im EM-Qualifikations-Spiel gegen England vielleicht nicht auf.
Am Mittwoch wird Benaglio 27 – und am gleichen Tag soll nach den Berechnungen der Ärzte auch die Geburt anstehen. Kommt sie ein wenig früher, muss die Schweiz in der wichtigen Partie auf ihren Weltklassetorhüter verzichten. "Wenn Diego bei der Geburt dabei sein will, werde ich das akzeptieren. Wenn er abreist, reist er ab. Wir sind vorbereitet", zitieren Schweizer Medien Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld. Der Coach wäre demnach auch bereit, Benaglio selbst noch eine Minute vor dem Anpfiff die Freigabe zu erteilen.
Indes häufen sich die Spekulationen darüber, wie der Schlussmann schnell genug zu Gattin Nadin reisen kann. Das Spiel findet in Basel statt, die Geburt in Wolfsburg. Das Gerücht, der Schweizer Fußballverband stelle einen Hubschrauber bereit, um den Torwart schnell nach Niedersachsen zu fliegen, dementiert Benaglios Vater Bruno bei a-z.ch: "Alles erfunden."
Vielmehr wird wohl er es sein, der sich um den Transport seines Sohnes kümmert. Entweder fährt er ihn zum Flughafen Zürich, von wo es dann nach Hannover geht. Oder er kutschiert den VfL-Torhüter gleich mit dem Wagen in die deutsche Wahlheimat, spekuliert man in der Schweiz. "Wir haben keinen konkreten Plan", sagt Bruno Benaglio selbst.
Bereits für die Spiele bei Preußen Münster und Bayern München hatte der VfL vorsorglich André Lenz als dritten Torhüter mitgenommen, um Diego Benaglio die Möglichkeit einer vorzeitigen Abreise zu geben. Doch der Ernstfall war nicht eingetreten.













