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12. Februar 2012
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"Warum soll ich zweimal bestraft werden?"

10 000 Euro Geldbuße: VfL-Trainer nimmt Anwalt und legt beim DFB Einspruch ein

Von Marc Rotermund

WOLFSBURG. Felix Magath hat sich einen Anwalt genommen und Einspruch eingelegt gegen die Geldstrafe, die das DFB-Sportgericht gegen ihn verhängt hat.

Der Trainer und Manager des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg soll 10 000 Euro zahlen, weil er sich in der Halbzeit der Partie gegen Stuttgart gegenüber Schiedsrichter Helmut Fleischer unsportlich verhalten habe (wir berichteten).

Das streitet Magath nicht ab. Die Strafe an sich, aber auch deren Höhe kann er allerdings nicht nachvollziehen. Demnächst kommt es zu einer mündlichen Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht.

"Ich habe etwas zu Herrn Fleischer gesagt, das nicht freundlich war", gibt Magath zu und versteht auch, dass ihn der Unparteiische in der Halbzeit auf die Tribüne geschickt hat. Wofür er allerdings überhaupt kein Verständnis aufbringt, ist die Geldstrafe.

"Ich bin doch schon bestraft worden, indem ich in der zweiten Halbzeit nicht mehr auf der Bank sitzen durfte. Warum soll ich dann ein zweites Mal bestraft werden und 10 000 Euro zahlen?", fragt der Coach des VfL und verweist auf seine bisher weiße Strafen-Weste.

"Ich habe 13 Jahre als Trainer nichts gemacht, jede Fehlentscheidung der Schiedsrichter fromm wie ein Lamm akzeptiert. Und jetzt greifen sie beim DFB eine einzige Entscheidung raus. Das halte ich für völlig verfehlt", betont Magath. Zumal er den Unparteiischen extra in der Pause beim Gang in die Kabine auf dessen Fehlentscheidungen hingewiesen habe und nicht öffentlichkeitswirksam an der Seitenlinie während des Spiels.

Wogegen Magath ebenfalls protestiert, ist die Höhe der Strafe. Sie werde nach dem Gehalt bemessen – und bringt den Trainer und Manager zum Schmunzeln. Er vergleicht: "Claudio Pizarro muss 3000 Euro Strafe zahlen, ich 10 000 Euro. Es glaubt doch niemand ernsthaft, dass ich auch nur annähernd so viel verdiene wie Pizarro", verweist Magath darauf, dass der aus England geholte Top-Stürmer weit mehr Gehalt aushandeln könne als er als Trainer oder Manager.

Gleichzeitig klagt er, dass den Trainern in der Vergangenheit mehr gestattet wurde als heute. "Früher war es anders, da durfte man auch etwas sagen. Es muss erlaubt sein, sich aufzuregen", meint Magath und macht sich auch Gedanken über den Stellenwert des VfL beim DFB und bei den Schiedsrichtern.

Erst vorgestern in Dortmund sei dem Klub nach einem Foul an Edin Dzeko wieder ein klarer Strafstoß nicht gegeben worden. Der Coach: "Wenn ich das alles im Zusammenhang sehe, weiß ich nicht, was ich denken soll."

Dienstag, 02.12.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/9530669/menuid/2050

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