Teves sichert Arbeitsplätze bis 2014
35-Stunden-Woche und Ja zur Ausbildung
GIFHORN. Die Arbeitsplätze der rund 1500 Beschäftigten des Continental-Teves-Werks in Gifhorn sind bis 2014 gesichert. Das Unternehmen verpflichtet sich zudem, neue Mitarbeiter einzustellen. Teves hat weiter zugesagt, jährlich mindestens 30 Jugendliche pro Jahr auszubilden. Das sind die Kernpunkte einer Vereinbarung zwischen IG Metall und Geschäftsleitung zur Sicherung des Standortes Gifhorn, wie IG-Metallbeauftragter Willi Dörr gestern mitteilte.
35-Stunden-Woche
Erreicht würden diese personellen Maßnahmen dadurch, dass die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wieder auf 35 Stunden gesenkt werde. Zurzeit arbeiteten die meisten Teves-Beschäftigten 40 Stunden, bekämen die Mehrarbeit aber entsprechend vergütet. Das bedeute zwar eine "bittere finanzielle Einbuße" für die Kollegen", sagt Lothar Ewald, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg. Durch die Rückführung der Arbeitszeit konnten ihre Jobs aber gesichert werden.
Das Unternehmen hatte zu Beginn der Verhandlungen angekündigt, dass bis zu 250 Arbeitsplätze gestrichen werden könnten. Ewald: "Aber wir haben bewiesen, dass Arbeitszeitverkürzung alte Jobs sichert und sogar neue Jobs schafft." Nur durch die Rückkehr zur 35-Stunden-Woche sei dieser Erfolg machbar gewesen.
Eigene Ausbildung stärken
"Mit diesem Vertrag haben wir die Basis gelegt, dass das Unternehmen verstärkt in den Standort Gifhorn investiert und unsere Arbeitsplätze sichert", urteilt Teves-Betriebsratsvorsitzender Ilkay Dominik Malcher. Positiv bewertet die IG Metall auch die Zusage der Geschäftsleitung, weiterhin auf eigene Ausbildung zu setzen. Teves verpflichte sich nicht nur, jedes Jahr mindestens 30 Auszubildende einzustellen, sondern 50 Prozent der Ausgelernten unbefristet zu übernehmen. "Damit können wir Jugendlichen in der Region eine Perspektive bieten", sagt Lothar Ewald.
Auf einer Betriebsversammlung am heutigen Freitag soll über Details informiert werden.













