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09. September 2010
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Taube schließt Freundschaft mit Huhn

In Flettmar geretteter Vogel findet in Bokelberge ein neues Zuhause – Dankeschön im Namen der Tiere

Von Bettina Stenftenagel

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BOKELBERGE. Sie frisst, hat zugenommen und wird Tag für Tag zutraulicher: Die Taube, die zusammen mit Hunden, Katzen und anderem Federvieh in Flettmar gerettet wurde, hat in Bokelberge ein neues Zuhause gefunden. Und eine Freundin: Huhn Elfriede.

"Es war ein schrecklicher Anblick, wie sie da auf dem Rand des Eimers mit dem eingefrorenen Kadaver saß." Corinna Michelsen aus Bokelberge zählte mit zu den ersten Helferinnen, die am vergangenen Donnerstag in Flettmar ihre Hilfe angeboten und Kontakte hergestellt haben, um das Federvieh von dem völlig verwahrlosten Hof in Flettmar zu retten (Rundschau berichtete). "Die Hühner sind bei Carola Kassel untergekommen, die Enten bei Familie Hustedt, die Gänse und Puten bei Haxels." Insgesamt waren für 60 Hühner, Gänse, Puten und Enten, 30 Hunde und 9 Katzen neue Plätze zu finden.

"In den ersten Tagen war sie total verängstigt"

Die Taube fand in Bokelberge auf Michelsens Hof ein neues Zuhause. "In den ersten Tagen war sie total verängstigt, seit dem Wochenende ist es besser", erzählt die Tierheilpraktikerin. Sie setzte den Vogel in die Voliere zu den Wachteln und Meerschweinchen – und zu Huhn Elfriede: im Nu haben sich die beiden angefreundet und sitzen einträchtig nebeneinander im Stroh.

Dickes Lob für den Gifhorner Amtstierarzt

Corinna Michels hat Elfriede einst vor einem Marder-Überfall gerettet hat. "Er hat sie nachts von der Stange geholt", dabei sei sie verletzt worden, habe nun ein steifes Bein – und wohnt angesichts dieser Behinderung in der Voliere. "Sie fühlt sich dort wohl und legt auch Eier." Außerdem ist Elfriede in den Michelschen Betrieb eingebunden: Die Bokelbergerin arbeitet nicht nur mit Tieren, sondern auch mit Kindern. Ihre Idee ist, Kindern die Tiere nahe zu bringen und die Möglichkeit zu geben, Offenheit und Verständnis für sie zu entwickeln – und Vertrauen und Anerkennung zurückzubekommen.

"Die Tiere spüren, dass sie gerettet wurden – sie machen einen so dankbaren Eindruck", sagt Corinna Michelsen und spricht Amtstierarzt Dr. Jürgen Thoms vom Veterinäramt des Landkreises ein ganz dickes Lob aus. "Es ist toll, wie er reagiert hat." Gut, schnell, Hand in Hand seien Federvieh, Hunde und Katzen befreit worden. "Ich habe mich bei Dr. Thoms im Namen der Tiere bedankt", sagte sie. Der Amtstierarzt hatte das Dankeschön gestern Vormittag bei einer Pressekonferenz im Gifhorner Kreishaus an die vielen an der Aktion beteiligten Helfer weiter gegeben: Ordnungsamt, Polizei , Feuerwehr, Privatpersonen, Tierschutzzentrum Ribbesbüttel, Pfötchenpension. "Die Zusammenarbeit hat bestens geklappt."

Mittwoch, 23.12.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11465605/menuid/2160
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