Veterinär fordert Tierhalteverbot
Kadaver werden untersucht Umwelt- und Gesundheitsamt eingeschaltet
GIFHORN. Amtstierarzt Dr. Jürgen Thoms will ein lebenslanges Tierhalteverbot gegen die beiden Flettmarer Hundehalter erwirken. "Sie dürfen nie wieder die Hand an Tiere bekommen", sagte er gestern während einer Pressekonferenz im Kreishaus. Noch werde geprüft, ob den beiden Männern sie sind Mitte bis Ende 20 Jahre alt Vorsatz unterstellt werden wird oder ob "nur" ein Bußgeld erhoben wird.
Als Grund für ihre mehrtägige Abwesenheit hätten die beiden Männer angeführt, sie hätten sich um ihre kranke Oma kümmern müssen. "Einer von den beiden hätte die Hunde versorgen können", sagte Thoms. "So weit zu denken, das müsste man von einigermaßen erwachsenen Menschen erwarten." Wie berichtet, hatten die Tiere mehrere Tage lang kein Wasser, kein Futter, Ausgang sowieso nicht. Im Haus überall Urin, Kot, in den Ställen und Gehegen Kadaver von Hühner, Gänsen und Enten. "Wir haben ein verendetes Tier zur Sektion gegeben, um festzustellen, ob es verhungert und verdurstet ist", sagte Thoms.
Neben dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sieht der Amtstierarzt einen Verstoß gegen Umweltrecht: auf dem Hof steht ein Autowrack. Dann noch der ganze Müll. Haus und Hof müssten geräumt werden. "Das stinkt bestialisch, wenn es wärmer wird." Da die beiden Männer vermutlich Hilfe bräuchten, habe er das Gesundheitsamt angerufen.
Eigentümer aller Tiere ist mittlerweile der Landkreis. Gegen Übernahme der Pflegekosten werden sie abgegeben. Drei Labradore und die Dobermann-Hündin mit den Welpen sind noch zu vermitteln. Interessenten sollten Kontakt mit der Pfötchenpension aufnehmen, Telefon (0175) 154 0771.













