Märchenstunde im Musiksaal
Norddeutscher Geschichtenerzähler begeistert Schülerinnen und Schüler der Real- und Hauptschule
MEINE. Die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen der Real- und Hauptschule erwartete gestern Unterricht der besonderen Art: Im Musikraum der Realschule Meine waren Märchenstunden angesagt.
Eberhard Vogelwaid aus Ottersberg aus der Nähe von Bremen erzählte gestenreich meist unbekannte Geschichten. Der 50-Jährige, seit 1989 hauptberuflich als Märchenerzähler im norddeutschen Raum unterwegs, zog die Schüler in seinen Bann. Das lag auch daran, dass er seine jungen Zuhörer in die Geschichten mit einbezog.
"Mir macht das Erzählen einfach selbst Freude. Es gibt mir ein tolles Gefühl, Kinder zu unterhalten", gesteht Vogelwaid ein. Rund 60 Geschichten hat der "Märchen-Profi" insgesamt auf Lager. "Welche ich erzähle, entscheidet sich erst nach wenigen Minuten. Ich warte immer erstmal ab, was für ein Publikum ich habe", verrät der Protagonist seine Strategie.
Und die kam gestern beispielsweise bei den Fünftklässlern der Realschule hervorragend an. Geschichten wie "Der Teufel ist tot", "Der große Hund mit den kleinen Zähnen" und "Die Gartentür" begeisterten die Schüler (siehe Kommentare einiger Schüler).
"Die Märchenkultur ist der heutigen Generation verloren gegangen. Die Kultur des Zuhörens und der Fantasie müssen wir wieder mehr in den Blickwinkel nehmen", sagte Heinz-Dieter Ulrich, Schulleiter der Hauptschule, und möchte diesbezüglich weitere Fakten schaffen. "Wir machen dies mit einem Märchenerzähler in Zusammenarbeit mit der Realschule zum ersten Mal. Bei positiver Resonanz soll es diese Veranstaltung im nächstes Jahr wieder geben."
Auch die Schulleiterin der Realschule sieht die Sache mit den Märchen sehr positiv. "Die Idee dazu kam übrigens von den Lehrkräften", erzählt sie. "Warum sollen wir diese Kultur nicht aufnehmen? Sie regt das Denken und die Kreativität an", ist Ursel Loges überzeugt.













