Stadionname hat doch Geld gekostet
GWG-Geschäftsführer Andreas Otto spricht im Rundschau-Interview über Marketingstrategie und MTV-Vertrag
Die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft steht zu der Kooperation mit dem MTV Gifhorn. "Der Name ,GWG-Stadion‘ ist Bestandteil des Vertrages", sagt GWG-Geschäftsführer Andreas Otto im Rundschau-Interview.
Die GWG beschreitet seit einigen Jahren andere Wege im Marketingbereich. Beschreiben Sie doch mal, wie Ihr Konzept aussieht?
Seit längerer Zeit gestaltet sich der Wohnungsmarkt auch für die Genossenschaften schwieriger. Vor drei Jahren haben wir uns entschlossen, uns als Marke zu etablieren. Kurz gefasst, geht es um Kundenfindung, Kundenbindung und Kundenbetreuung. Unsere besonderen Attribute Dauerwohnrecht und das kautionsfreie Wohnens vertreten wir jetzt offensiver nach außen.
Welche Mittel setzen Sie im Marketingbereich ein?
Wir fahren zweigleisig. Einmal die reine Werbung und auf der anderen Seite die Kooperationen mit Partnern. Der jährliche Etat der Werbemittel liegt bei etwa 45 000 Euro zuzüglich der Summe für eine Osnabrücker Werbeagentur, die sich auf den Wohnungsmarkt spezialisiert hat und uns berät.
Wer sind Ihre Partner?
Außer mit dem MTV arbeiten wir auch mit anderen Gifhorner Sportvereinen zusammen. Zudem kooperieren wir mit der Volksbank auf deren Initiative und sind Mitglied im Bündnis für Familien.
Was haben Ihre Mitglieder und Mieter von der Investition?
Wir wollen unseren Mitgliedern und Mietern möglichst attraktive Angebote liefern, das reicht von Vorteilen im sozialen über den sportlichen Bereich bis hin zu besseren Konditionen bei Geldinstituten.
Ihr Kooperationsvertrag mit dem MTV Gifhorn – Sie überweisen in den nächsten fünf Jahren Jahren insgesamt 47 500 Euro – stieß auf Kritik (wir berichteten). Können Sie die Argumente nachvollziehen? Was entgegnen Sie Ihren Kritikern?
An uns ist keine Kritik herangetragen worden. Es gab im Umfeld unserer Genossenschaft keine negativen Äußerungen. Also sehen wir auch keine Veranlassung, darauf zu reagieren. Zu internen Angelegenheiten unserer Partner äußern wir uns ohnehin nicht.
Nach Informationen der Rundschau gibt es konkrete Absprachen – ein drei Punkte umfassender Vertrag mit dem MTV – auch hinsichtlich der Vermarktung des Stadions als GWG-Stadion. Warum präsentierten Sie diesen nicht auf der gemeinsamen Pressekonferenz Mitte Februar.
Wir haben mit dem MTV ein mehrteiliges Paket geschnürt, da spielte der Name GWG-Stadion auch eine Rolle. Noch im Sommer hatten wir dem Vorsitzenden Waldemar Butz gesagt, dass wir nicht nur den Namen kaufen wollen. Jetzt war er eben Bestandteil des Pakets. Über weitere Details der vertraglichen Inhalte geben wir aber keine Auskunft.
Woher rührt der Sinneswandel des MTV?
Das müssen Sie nicht uns, sondern den MTV fragen. Wir treffen eine Vereinbarung, um einen möglichst großen Werbeeffekt und Vorteile für unsere Mitglieder und deren Familien zu erzielen.
Was hat die GWG sich für die zukünftige Arbeit intern und öffentlich auf die Fahnen geschrieben?
Für uns stand und steht die Leistung im Vordergrund, die wir uns für unseren finanziellen Einsatz bekommen. Wir sehen deshalb auch keine Notwendigkeit, an der erfolgreichen Marketingstrategie unseres Unternehmens etwas zu ändern.













