Vordorf nutzt die Sonne
Erste Photovoltaik-Anlagen sollen bis Juni ans Netz
EICKHORST. Aus drei mach zwei, hieß die Mehrheitsentscheidung zum Einstieg der Gemeinde Vordorf ins Stromgeschäft. Während der Ratssitzung fiel nach kontroverser Diskussion gegen die fünf Stimmen der SPD-Fraktion die Entscheidung, Photovoltaik-Anlagen vorerst nur auf den Dächern des Gemeindezentrums Rethen und des Sportheims Vordorf errichten zu lassen.
Der SPD-Antrag sah die Errichtung dreier Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden vor. Dritter Standort wäre das Dorfgemeinschaftshaus Eickhorst gewesen. Laut Telse Dirksmeyer (CDU) gaben optische Gründe den Ausschlag für die Ablehnung.
"Wir sehen keinen Grund, dieses Gebäude auszuklammern", stellte Herbert Pietzsch (SPD) klar. "Es hätte im Zweifelsfall andere öffentliche Gebäude gegeben", setzte sein Fraktionskollege Horst Piksa nach.
Zur Umsetzung des jetzt getroffenen Beschlusses muss die Gemeinde Kredite von 80 000 Euro aufnehmen. "Jetzt gilt es, gewaltig auf die Tube zu drücken, denn der Beginn der Einspeisung ins Netz muss vor Juli erfolgen, um die beschlossene Absenkung der Einspeisevergütung zu umgehen", sagte Bürgermeister Heinrich Hintze (CDU).
Solarstrom wird es aus Eickhorst auch ohne Engagement der Gemeinde geben: Mit knapper Mehrheit sprach sich das Gremium für den Vertrag mit einer Eickhorster Investorin aus. Für die Nutzung des von der Gemeinde verschmähten Daches am Schießstand hat sie als Mieterin eine Nutzungsentschädigung in Höhe von fünf Prozent der Erlöse an die Gemeinde zu zahlen.
Einstimmig sprach sich das Gremium für den Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplanes, zur Aufstellung des Bebauungsplans "Zur Mühle" in Rethen aus. Das soll die Ansiedlung einer Erdbaufirma möglich machen. "Die Nachbarschaft ist zwar nicht begeistert, da bereits konstruktive Gespräche zwischen den Beteiligten laufen, sehe ich aber keine Schwierigkeiten", sagte Hintze.
Abschließend wurde bekanntgegeben, dass die Feldwegsanierung in Rethen bis Ende Juli abgeschlossen werden soll und der Ausschnitt der Pappeln an der Schweineweide auf den Herbst verschoben wurde. dw













