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12. Februar 2012
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Stressfrei, lärmarm, ökologisch

Die Kreis-Planer haben bei der neuen Bundesstraße 4 um Rötgesbüttel und Meine an alles gedacht

Von Christian Franz

MEINE. Freie Fahrt für das Für und Wider der neuen B 4: Gestern stellten Kreis Gifhorn und Landesbehörde für Verkehr Gemeinden, Fachbehörden und Interessenverbänden die kreuzungsfreie 10-Kilometer-Trasse um Rötgesbüttel und Meine herum vor.

Einen Schwerpunkt legten die Planer um Fachbereichsleiter Alexander Wollny auf die Verknüpfung der Orte und der bestehenden Straßen mit dem 60-Millionen-Euro-Projekt. Außerdem waren bereits in dem frühen Planungsstadium Umweltaspekte und Schutzmöglichkeiten von Bedeutung.

In Arbeitsgesprächen können die Träger öffentlicher Belange sich nun zu Fragen von Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen äußern, zu Entwässerung sowie zum Anschluss landwirtschaftlicher Wege. "Ziel ist, die Planung bis Mitte 2011 als so genannten Vorentwurf abzuschließen", sagte Wollny.

Der Arbeitskreis sah erstmals umfangreiches Planmaterial der Ortsumgehung, die Gifhorn und Braunschweig dank zahlreicher Brücken und Unterführungen staufrei direkt verbinden soll (wir berichteten exklusiv).

Das ist außer der Entlastung von Rötgesbüttel und Meine von bis zu 22 000 Fahrzeugen pro Tag ein Hauptziel des Vorhabens, das der Kreis mit Sondergenehmigung auf eigene Kosten planerisch vorantreibt. Die Ortsumgehung um Rötgesbüttel steht im vorrangigen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans, der Abschnitt um Meine herum im wenig konkreten weiteren Bedarf.

Die gute Nachricht für die Gemeinden: Lärmfragen stehen weit oben auf der Agenda. Es wird leiser. Wollny: "Bei der Trassierung wird das Minimierungsgebot nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erfüllt." Zur Einhaltung der Grenzwerte sind nicht einmal Lärmschutzwände erforderlich.

Und: Alle örtlichen Verbindungen bleiben erhalten – mit einer Ausnahme. Vordorf, bislang über drei Straßen an die B 4 angebunden, verliert die Kreisstraße 58, die zurzeit an der Schule vorbei zur Meiner Tankstelle führt.

Um Öko-Belange zu berücksichtigen, schlängelt sich die neue Trasse vorsichtig an Eichenmischwald, Amphibien-Laichgewässern, Fledermausbäumen und Sandtrockenrasen vorbei. Dazu wird es spezielle Amphibiendurchlässe und Querungshilfen auf Fledermausflugrouten geben.

Im Streckenverlauf sind drei Anschlussstellen vorgesehen: Gifhorn Süd mit den Landesstraßen 292 und 320, die Kreisstraße 65 zwischen Rötgesbüttel und Gravenhorst sowie die L 321 bei Meine. In Gifhorn gibt es einen Kreisverkehr und eine Einmündungsrampe (wir berichteten). In Rötgesbüttel und Meine je zwei Rampen – immer kreuzungs- und ampelfrei. Brücken überspannen L292, K 65, L 321 und die alte B4. Die wiederum bleibt zwischen Meine und Ausbüttel erhalten, südlich von Meine wird sie auf die Breite eines Wirtschaftsweges zurückgebaut.

Und die künftige Regio-Bahnstrecke? Stellt auch kein Hindernis da. Die Planer führen die Straße zweimal über die eingleisige Trasse.

Mittwoch, 16.06.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12418819/menuid/2160
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