Geschenke erhalten die Freundschaft
Im Gifhorner Rathaus lagern Souvenirs aus aller Welt – Die Stadt verteilt ihrerseits Andenken
Eine Puppe aus Asien, ein vielarmiger Kerzenständer, ein Amtssparbuch. Das sind nur einige der Geschenke, die die Stadt Gifhorn angesammelt hat. Sie stammen von Besuchern aus aller Welt und Besuchen in aller Welt. Vor allem aber aus den Partnerstädten.
Besondere Andenken bewahrt Bürgermeister Manfred Birth in seinem Amtszimmer auf. In der Schrankwand aus dunklem Holz hinter seinem Schreibtisch steht zum Beispiel ein mit Cognac gefülltes Auto aus Glas. "Es kommt von einer Besuchergruppe der Firma Seat", erinnert sich Birth.
Der besondere Treibstoff steht schon ein paar Jahre im Schrank, "aber bevor ich hier aufhöre, trinke ich den noch aus", so der Bürgermeister schmunzelnd.
Weitere Preziosen haben einen festen Platz in dem Raum, des früheren ehrenamtlichen Bürgermeisters. Dort steht auch der vielarmige Kerzenleuchter von der Bundespolizei, die einen Standort mit Hundertschaften in der Stadt hatte – heute ist nur noch die Fliegerstaffel stationiert.
Von weiter her kommt die Holzschnitzerei, die Motive aus Gifhorn zeigt. Ein Künstler aus der ukrainischen Partnerstadt Korssun-Schewtschenkiwski hat Mühlen und die Nicolai-Kirche verewigt.
"Auch wenn ich als Bürgermeister die Geschenke entgegengenommen habe, sind die meisten nicht für mich persönlich. Die Bürger sollen sie auch sehen können", sagt Birth. Deshalb stehen zum Beispiel Nijmegen-Wappen in einer von zwei Vitrinen im Rathaus. Die dort gezeigten Stücke wechseln hin und wieder.
Die Stadt verteilt ihrerseits auch gerne Andenken. "Das ist international ein schöner Brauch geworden", meint Birth. Deshalb lagern in Kisten und Schachteln unter anderem Schreibsets, Vasen oder Pins, die mit dem Wappen der Stadt bedruckt oder graviert sind. "Das ist inzwischen eine richtige Industrie geworden. Solche Dinge werden in großer Zahl hergestellt und mit dem Wappen der jeweiligen Stadt versehen", erklärt Birth. Wichtiger als der Wert der Gegenstände sei die Erinnerung, die der Beschenkte damit verbindet. Wie bei Urlaubsmitbringseln.













