100 000 Euro extra für Sportzentrum
SPD will Vorplatz und Sportplatz an der Carl-Diem-Straße sanieren – Kämmerei: Geld für Celler Straße verplant
Risse, Löcher, Stolperfallen: Der Platz vor dem Sportzentrum Süd, dessen Halle vor kurzem aus Konjunkturmitteln saniert wurde, ist kein schöner Anblick. Geht es nach dem Willen der SPD-Stadtratsfraktion, soll er für geschätzt 100 000 Euro erneuert werden.
Das Geld soll aus dem Budget für die Celler Straße kommen.
Der Ausbau der Celler Straße wurde ins kommende Jahr verschoben. Der Grund: Zusätzliche Bauarbeiten an Gasleitungen hätten die Arbeiten in den Winter verzögert. Die Stadt hatte den Anliegern aber versprochen, dass es keine Winterbaustelle geben werde. Also wurde der gesamte Bau verschoben. Voraussichtlicher Beginn ist März 2011 (wir berichteten). 500 000 Euro seien dafür eingeplant, sagte Vize-Kämmerin Kerstin Meyer auf Rundschau-Anfrage.
"Einen Teil der Summe könnte man kurzfristig umbetten", findet Ratsvorsitzender Jürgen Beckmann (SPD). Zusammen mit zwei weiteren Ratsmitgliedern und SPD-Bürgermeisterkandidat Thomas Böker begutachtete er gestern die Schäden am Sportzentrum.
Weil die Buchhaltung der Stadt umgestellt werde, könne kein Resthaushalt festgehalten werden, so Meyer. Deshalb müsse der Rat für den nächsten Etat einen neuen Beschluss zur Celler Straße treffen, Laut Meyer "eine Formalie". Sie betont: "Selbst, wenn das Geld für die Celler Straße nicht ausgegeben würde, hätten wir nicht mehr Geld sondern nur ein kleineres Defizit." Denn im Vermögenshaushalt von 12,9 Millionen Euro ist für das laufende Jahr ein Kredit von 4,35 Millionen Euro eingeplant.
Nicht nur der nach Schätzungen der SPD-Politiker etwa 4000 Quadratmeter große Vorplatz müsse saniert werden, auch auf dem Sportplatz selber soll etwas geschehen: In einer Umkleide bröckelt Putz von der Wand, an der Sprungkuhle splittert das Absprungbrett und zwischen den Bänken auf der Tribüne wuchern Pflanzen. Diese Schäden könnte, so die Kommunalpolitiker, der Bauhof leicht beheben. "Dafür braucht man nur eine Woche", sagte Böker. Man habe die Arbeiten dort nur zu lange schleifen lassen. Der finanzielle Aufwand sei gering.
Die Vorschläge soll der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau im November beraten. Der Stadtrat tagt wieder im Dezember.













