"Ein spannendes, neues Feld für uns"
Anja Barth und Oliver Fruth-Schünemann als erste Regionaldiakone eingeführt
Die Aufregung war gestern Nachmittag spürbar. Obwohl Anja Barth schon seit 18 Jahren als Diakonin der Martin-Luther-Gemeinde aktiv ist und seit zweieinhalb Jahren die gemeinsame Jugendkirche der vier Stadtgemeinden gestaltet, betritt sie gemeinsam mit Oliver Fruth-Schünemann, der seit knapp sechs Monaten für Marion Glomm dazugekommen ist, Neuland: Die zwei wurden als erste Regionaldiakone im Kirchenkreis Gifhorn ins Amt eingeführt.
Beide werden von Manuel Hermann unterstützt, der aus gesundheitlichen Gründen im Festgottesdienst nicht dabei sein konnte. "Es wird ein spannendes neues Feld für uns", so Superintendent Michael Thiel. "Die drei werden sich die Jugendarbeit in der Region Mitte teilen. Das ist völlig neu. Und die vier beteiligten Gemeinden müssen es so ausloten, dass keiner zu kurz kommt. Denn das Tischtuch wird nicht größer, wenn mehr daran ziehen." Er wünschte den neuen Regionaldiakonen "Fantasie, Langmut und Freude, um die Glaubensfamilie zu entdecken und so zu gestalten, dass alles gut läuft".
Für das Pilotprojekt "Regionaldiakone" sind im Stellenplan regulär nur zwei Diakone vorgesehen, die dritte Stelle wird je zur Hälfte von der Landeskirche und den vier lutherischen Stadtgemeinden getragen. Das Büro der Jugendkirche ist der Epiphanias-Gemeinde in Gamsen angegliedert. "Nach etwa zweieinhalb Jahren werden wir hoffentlich sagen: Darauf können wir nicht verzichten und denken uns gemeinsam aus, wie wir das Finanzielle regeln", blickte Thiel nach vorn.
Die Arbeit der Diakone sei für den Nachwuchs im Mitarbeiterkreis der Gemeinden unentbehrlich: "Sie sind Vermittler, Anlaufstelle und oft ein Fels in der Brandung", zitierte Thiel aus Antworten Jugendlicher. Konfirmandenunterricht, Sonderaktionen und Schulungen seien ohne Diakone nicht mehr denkbar.













