Weniger Abwasser wird zum Problem
Werksausschuss diskutiert Jahresabschluss des ASG
GIFHORN. Sinkende Abwassermengen machen dem Abwasser- und Straßenreinigungsbetrieb Gifhorn (ASG) Probleme. Wie Wirtschaftsprüfer Johannes Andrews im Werksausschuss erläuterte, lagen 2009 die tatsächlichen Mengen mit 1,92 Millionen Kubikmetern unter den Prognosen. Dies führe auf Dauer zu deutlichen Mindereinnahmen und werde sich auf die Gebührenkalkulation im November auswirken.
Wie Werksleiter Peter Futterschneider ergänzte sei bald der kritische Wert von 1,8 Millionen Kubikmetern erreicht: "Jeder hat heute eine Spartaste am Spülkasten und sparsame Elektrogeräte." Renate Bobisch (SPD) und Ingrid Pahlmann (CDU) waren sich indes einig: "Wir werden um Gebührenerhöhungen nicht herumkommen aber hoffentlich in diesem Jahr doch noch einmal."
Wie Andrews ausführte, ist die Betriebsstruktur des ASG mit einem Überschuss von rund 760 000 Euro konstant. Die Investitionen lagen 2009 bei 2,3 Millionen Euro. Allerdings seien die Liquidität und die Umsatzerlöse zurückgegangen. Auch höhere Ausgaben für Material (unter anderem Streugut) und mehr Personalkosten schlugen zu Buche.
Positiv sei zu vermerken, dass nun für die Klärschlammverarbeitung (KSVG) etwa 1 Million Euro an den ASG zurückfließen, so dass für 2010 ein Mehrergebnis zu erwarten ist. "Jetzt ist eine bessere betriebswirtschaftliche Bewertung möglich. Das ist auch für den Wirtschaftsplan 2011 von Bedeutung", kommentierte Futterschneider. Das bislang über die KSVG eingefahrene Minus müsse konsolidiert werden.
Da der Ausbau der Celler Straße verschoben wurde, ist eine Sanierung von Grundstücksanschlüssen für 30 000 Euro erst für das kommende Jahr angesetzt.













