Entenhausen Rötgesbüttel
Internationales Citroën-2 CV-Treffen auf dem Campingplatz Glockenheide
RÖTGESBÜTTEL. Enten gelten gemeinhin nicht als Zugvögel. Doch einen Rastplatz haben sie sich für ihren Flug in den norddeutschen Sommer erobert: Den Campingplatz Glockenheide.
Die Osterenten sind so zuverlässig wie der Osterhase. Immer zum Fest verwandeln sie die Waldlichtung vor Rötgesbüttel in ein ganz spezielles Entenhausen.
Auf Einladung der Braunschweiger ENthusiasTEN tummelten sich bis gestern mehr als 250 Anhänger des Citroën-Klassikers 2 CV auf der Glockenheide. Zum 26. Mal, damit gilt das Treffen als das beständigste an einem Ort.
Zwar bröckelt die Enten-Quote, weil Blech vergänglich ist. Doch 60 Prozent der Citroëns sind noch die Charakter-CVs, und Enthusiasmus und Lebensstil ihrer Halter bleiben ohnehin ewig jung. Selbst Mia Schröder lässt sich von der in den April vorgezogenen Maikühle und von schlammigen Zeltparzellen nicht abschrecken. Die 81-jährige Weltreisende in Sachen Ente ist in Rötgesbüttel dabei, obwohl sie inzwischen Auto und Führerschein abgegeben hat.
Veranstalter Hans-Jürgen Godt ist aber um die Zukunft des Ententreffens nicht bange: "Wir haben auch ganz viele junge 2 CV-Fans." Außer zahlreichen Enten-Familien mit Kindern strebt auch jener Nachwuchs ins Nest, der mittlerweile flügge ist. Reisen die einen inzwischen im modernen Citroën-Kastenwagen, schlüpfen die anderen in die französischen Oldtimer. Erbliche Vorbelastung kann Godt nicht ganz ausschließen. "Guckt man sich das Geburtsdatum des einen oder der anderen an, muss es in Rötgesbüttel schon immer recht kuschelig zugegangen sein", kalkuliert er schmunzelnd.













