Mehr Qualität, mehr Zufriedenheit
Die Albert-Schweitzer-Schule will Gifhorns erste Ganztagsschule werden Konzept nun vorgestellt
GIFHORN. Eine Ganztagsschule für Gifhorn ist geplant, die Albert-Schweitzer-Schule möchte es werden. Der entsprechende Antrag muss bis 25. August eingereicht sein, also stellten Konrektor Frank Ludwig, der aus der Hauptschule Heidberg vierjährige Erfahrungen mit der Ganztagsschule mitbringt, Dirk Reinecke, der als Schulsozialpädagoge im Heidberg arbeitet, und Mitglieder des Kollegiums am Mittwochabend das Konzept für ihre Schule vor. Das Planungsteam hat ein halbes Jahr Arbeit in neue Ideen investiert.
"Wenn unsere Schule eine Ganztagsschule würde, das wäre ganz toll", ist Ludwig sicher. "Denn das bedeutet nicht, die Schüler aufzubewahren, sondern mehr Qualität und mehr Zufriedenheit." Außerdem: Längst würden die Schüler, bislang ehrenamtlich, in der Regel bis 15.30 Uhr betreut.
Das Konzept sieht eine "offene Ganztagsschule" vor, die Schüler der 5. bis 7. Klassen hätten dann an drei Nachmittagen, die Klassen 8 bis 10 an zwei Nachmittagen verpflichtend Unterricht. Der Vormittag bleibt wie gewohnt, an jedem Tag wird ein gemeinsames warmes Mittagessen angeboten. "Das ist ein ganz wichtiger Moment", so Ludwig. "Mir fehlt diese Ruhepause nach sechs Stunden richtig. Es hat einen besonderen Reiz, Dinge beim Essen zu besprechen."
Der Nachmittag wird in drei Bausteine aufgeteilt. Baustein A umfasst Unterricht im Klassenverband und bietet Zeit für Hausaufgabenhilfe, Sozialtraining oder bei Bedarf zum Tausch mit dem Regelunterricht. Baustein B ist der Wahlpflichttag für alle Klassen mit Arbeitsgemeinschaften, für die älteren auch zur Berufsorientierung. Baustein C ist der Wahlpflichttag nur für die unteren Klassenstufen, der neben Freizeitangeboten auch für den Förderunterricht in den Kernfächern da ist. Ludwig: "Wenn die Noten nicht stimmen, dann gibt es für diesen Zeitblock keine AG, aber der Schüler kann sich diese AG dann mit besseren Noten erarbeiten." Und: Einer Ganztagsschule, werden 60 Lehrerstunden zusätzlich gewährt.
Fest geplant sind bereits eine Natur-AG, für Grund- und Hauptschüler. Zweiter Plan ist die Zusammenarbeit mit der Landesbibliothek Hannover. Dort sollen Lehrer im Programm "Wir lesen vor" ausgebildet werden, dann Hauptschüler zu Vorlesern ausbilden, die dann den Grundschülern vorlesen. Zur Berufsorientierung plant Karl-Heinz Metge-Alphei eine Zusammenarbeit mit Betrieben im gewerblich-technischen oder Dienstleistungsbereich: "Am schönsten wäre es, wenn ein Azubi aus dem dritten Lehrjahr käme und vermittelt, wie der Beruf wirklich ist. Eine realistische Einschätzung eines Berufs bringt oft mehr als nur das Praktikum und wenn einer, der darin arbeitet ihnen erklärt, dass man rechnen können muss, sehen sie das eher ein." al













