Otterzentrum feiert Heimeinweihung
Iltisse bekamen neues Gehege Anlage wurde durch Spenden zum Tode von Gründer Claus Reuther ermöglicht
HANKENSBÜTTEL. Gestern ließen sich Peter, Paul, Rollo und Freddy nur mit Fleischstückchen aus dem Käfig locken. Mit der Beute verschwanden die vier Iltisse dann gleich wieder in der Deckung.
"Die werden noch lockerer und gewöhnen sich an die Menschen", erklärte Dr. Hans-Heinrich Krüger, Leiter der Abteilung Tierhaltung während der Eröffnung des neuen Iltisfreigeheges. Zahlreiche Besucher, darunter Vertreter des Landes, der Politik, Sponsoren aus der Wirtschaft und die Klassen 2b und 4a der Karl-Söhle-Schule wollten sichdas Ereignis nicht entgehen lassen. Singend begleiteten die Kinder den ersten Ausflug der Iltisse in ihre neue Umgebung.
Unaufgeräumt sieht die Landschaft für das menschliche Auge aus. Für die auch "Stinkmarder" genannten Iltisse sei die 2500 Quadratmeter große Sumpflandschaft ein natürlicher Lebensraum, erklärte Dr. Oskar Kölsch, Vorstandsvorsitzender des Otterzentrums. Die vier Mardertiere werden das 100 000 Euro teure Gehege als eine reine Männer-Wohngemeinschaft bewohnen, weitere Iltisse, darunter auch Weibchen sind separat untergebracht. Extra große Zuschauerplattformen wurden für die Zuschauer gebaut, die dreimal täglich bei den Fütterungen der vom Aussterben bedrohten Iltisse zugegen sein können. "Die Besucher sollen sich hier fühlen, als ob sie im Lebensraum der Tiere sind", erklärte Kölsch. Die neueste Attraktion auf dem Gelände des Otterzentrums ist gleichsam auch ein Vermächtnis des 2004 überraschend verstorbenen Gründers des weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannten Otterzentrums. Claus Reuther hatte das 500 Quadratmeter große Iltisfreigehege, das unauffällig eingezäunt ist, selber konzipiert, und ohne die Grabspenden in Höhe von 10000 Euro anlässlich seines Todes wäre das während des Winters fertig gestellte Natur-Ensemble nicht möglich gewesen. Dazu musste für die Anlage umfangreiche Eigenleistungen erbracht werden, um die Vollendung des Baus zu ermöglichen, betonte Kölsch.











