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11. Februar 2012
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"Tun Sie alles, damit gebaut wird"

A 39-Befürworter bei FPD-Informationsabend in der Überzahl – Referenten: "Unerlässliche Hauptschlagader"

Von Anja Alisch

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WEYHAUSEN. "Die A 39 ist für unsere Region unerlässlich, nur eine Verkehrsader birgt Chancen" – so der einhellige Tenor der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die gestern Abend auf Einladung der FDP über Möglichkeiten einer neuen Hauptverkehrsader diskutierten.

Da hatte es A 39-Gegner Eckehard Niemann schwer, nach rund 90 Minuten mit Beiträgen von Autobahn-Befürwortern noch seinen Standpunkt klar zu machen. Für sein Argument "Autobahnen haben nur einen Dränageeffekt" musste er sich den Zuruf "Quatsch" gefallen lassen. Die Ausführung, Autobahnen zögen nur Schnellrestaurants und ähnliche Klientel an, kommentierte Diether Herrmann aus dem Kreis-Planungsamt mit "Das stimmt doch alles nicht". Und seitens des IHK-Vertreters Hartmut Schöberl wurde Niemann vorgeworfen: "Solche Behauptungen sind eine Lüge, vorsätzliches Sand-ins-Getriebe-streuen".

Weyhausens Samtgemeindebürgermeister Lothar Leusmann hatte wegen Niemanns Contra-Ausführungen zunächst den Saal verlassen wollen, blieb dann aber und meinte: "Sie sprechen nur für 25 000 Leute, die Mehrheit will die A 39, nämlich die in Tappenbeck und Jembke, weil der Verkehr jetzt durch ihren Ort fährt." Und in Richtung Politik: "Tun Sie alles, damit bald gebaut wird." Auch Busunternehmerin Edith Bischof sprach für eine A 39: "Die muss schnellstmöglich kommen, das ist positiv für den Tourismus. Bisher sind die Wege zu den kurzen Verbindungen viel zu lang."

Schöberl hatte für die A 39 argumentiert: "Die Region hinkt hinter dem Landesdurchschnitt. Der größte autobahnfreie Raum kann nicht beanspruchen, dass er es bleibt. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit." Wolfgang Herrmann, FDP-Wirtschaftsexperte im Landtag, hatte ausgeführt: "Verkehrswege sind wichtiger als neue Gewerbegebiete. Eine Hauptschlagader ist nötig, sonst werden Sie verwüsten." Ulrich Kegel, Abteilungsleiter Regionalplanung im Zweckverband Großraum Braunschweig, ergänzte: "Es geht nur noch um das Wie und Wo, nicht mehr um das Ob. Eine A 39, die in Tappenbeck endet, ist schlecht."

Freitag, 03.06.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4144349/menuid/2160
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