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12. Februar 2012
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Spenden für Luftrettung ohne Fluggeräte

Dubiose Organisationen bitten an der Haustür um Spenden oder drängen Fördermitgliedschaften auf

Von Henrik Götte

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GIFHORN. Unbekannte klingelten in den vergangenen Tagen an Gifhorner Wohnungen und gaben sich als Mitarbeiter der deutschen Luftrettung aus. Sie behaupteten, einer Organisation mit dem Namen "Luftrettungs-Service-Vermittlungs GmbH" anzugehören, der die Gelder gekürzt worden seien. "Zwei Männer erzählten mir, dass durch Einsparungen der Betrieb gefährdet sei", teilte Andreas Hahne seine Erfahrungen mit mit. An seiner Haustür wurde auch geklingelt. Er fühlt sich betrogen: "Die beiden Männer nutzten meine Hilfsbereitschaft und drängten mir eine Fördermitgliedschaft auf".

Die Pressesprecherin der "Deutschen Rettungsflugwacht", Petra Hentschel, erläuterte auf Anfrage der Rundschau: "Es gibt eine große Anzahl dubioser Organisationen, die im Namen der Luftrettung Menschen um Spenden bitten. Oft sind diese Organisationen aber nicht an der deutschen Luftrettung beteiligt und betreiben keinerlei Hubschrauber oder Flugzeuge. Wichtig ist es, sich vorher zu informieren und den Ausweis zeigen zu lassen."

Auch Versicherungen, die diese Organisationen anbieten, seien Betrug. "Den Menschen wird erst mit falschen Behauptungen Angst gemacht, um ihnen dann eine Versicherung zu verkaufen." Die Deutsche Rettungsflugwacht informiert beispielsweise im Internet: "Bei Notfällen in Deutschland hat jeder Betroffene Anspruch auf den Einsatz eines Rettungshubschraubers, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Die Mitgliedschaft eines Notfallopfers in einer Luftrettungsorganisation ist keine Voraussetzung für den Einsatz eines Rettungshubschraubers."

Jürgen Schmidt, Kripochef der Gifhorner Polizei, rät den Bürgern grundsätzlich davon ab, "an der Haustür Geschäfte zu machen. Firmen, deren Mitarbeiter sich nicht richtig ausweisen können, sind sehr fraglich. Man sollte sich vorher im Internet oder bei der Polizei informieren und die Vertragsbedingungen genau lesen. Ist man dennoch auf Betrüger reingefallen, ist es ratsam, sofort zu kündigen und sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen."

Bürger, die zweifelhafte Werber für Luftrettungsorganisationen beobachten, können dies ebenfalls bei der Deutschen Rettungsflugwacht unter (07 11) 70 07 22 11 melden, die gehe dann "gerichtlich gegen solche Personen vor", so Petra Hentschel.   

Mittwoch, 03.08.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4372012/menuid/2160
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