Der Klassiker Ente wird gehätschelt und gestylt
Treffen leidenschaftlicher 2CV-Tüftler auf dem Rötgesbütteler Campingplatz Glockenheide Original und Verfremdung sind Kult
RÖTGESBÜTTEL. Es gibt sie noch, die klassische Ente. Und es gibt sie schrill, witzig, tiefer gelegt, aufgemotzt, gestylt, gehätschelt. Das Stelldichein passionierter 2CV-Fahrer und -bastler auf dem Campingplatz Glockenheide liefert den Beweis.
Nach dem Jubiläumstreff zum 25-Jährigen 2003 mit knapp 300 Fahrzeugen hat sich das legendäre Lager zuletzt auf 219 Citroën eingependelt. Mitorganisator Hans-Jürgen Godt zählt: Diesmal sind es an die 400 Gäste, darunter 25 aus Holland, zehn aus Dänemark, je einer aus Schweden, Norwegen und Belgien sowie ein gutes Dutzend Gifhorner. Sie sind über das Osterwochenende mit 175 Enten, 29 artverwandten Vehikeln und 19 Berlingos, dem neuesten Modell des französischen Autoherstellers, angereist.
"Nichts ist unmöglich" ist zwar der Werbespruch eines japanischen Konkurrenten, aber inspiriert ist er offensichtlich von den 2CV-Tüftlern. Dieter Schäfer (65) aus Hildesheim hat seinem Liebling gleich vier Zylinder unter die verkleinerte Mercedes-Haube gesetzt. das erlaubt ihm geschmeidiges Überholen mit Tempo 170. Außerdem hat sein Modell Breitreifen, Alutrittbretter und Begrenzungsleuchten einer Harley Davidson auf sich vereinigt. Der Klassiker der ersten Baureihe 1936 lässt von ganz entfernt grüßen.
Ein Kollege aus Gütersloh hat seinem Vehikel eine Mittelkonsole mit elektrischen Fensterhebern gegönnt, einer aus dem Sauerland gurkt nun mit senkrechten Auspuffrohren eines amerikanischen Trucks durch die Gegend. Petra Kruse (29) und Sascha Fanisch (31) zeigen, dass es noch kleiner geht: Zum Original von Ente und Anhänger, liebevoll Puck genannt, gibt es eine Miniatur. Die Technik ist seine Sache, die Innenausstattung ihre.













