Kreishandwerkerschaft erwägt Fusion
Zusammengehen könnte finanziell angeschlagene Wolfsburger retten "Man kauft nicht die Katze im Sack"
GIFHORN. Eine Fusion mit den Handwerkerschaften Gifhorn und Braunschweig strebt die Kreishandwerkerschaft Wolfsburg an.
Hintergrund: Die Wolfsburger Kreishandwerkerschaft steckt in finanziellen Nöten, konnte vor zwei Wochen die Insolvenz gerade noch abwenden. Hinzu kommen Probleme mit dem kaum ausgelasteten neuen Bildungszentrum sowie der Vorwurf, Schwarzarbeit gefördert zu haben. Es droht bei Verurteilung eine Strafe von bis zu 600 000 Euro.
Ein strenges Sanierungskonzept soll der Vereinigung unter dem neuen Chef Matthias Schultz wieder auf die Beine helfen. Auch neue Arbeits-Schwerpunkte könnten helfen, die sich aus der Fusion mit Gifhorn und Braunschweig ergeben könnten.
Als finanzieller Sanierer möchte sich die wirtschaftlich solide Gifhorner Handwerkerschaft nicht verstanden wissen: "Das wir finanziell jemanden durchfüttern, wird auf gar keinen Fall passieren", bestätigte Kreishandwerksmeister Manfred Lippick auf Rundschau-Nachfrage Fusions-Überlegungen. "Wir sind in Kontakt, um zu ergründen, welche Bereiche wir zusammenlegen könnten. Wir müssen aber erst einmal die Entwicklung in Wolfsburg abwarten. Man kann ja mit niemanden konkret verhandeln, den es vielleicht bald nicht mehr gibt. Allerdings geht eine Kreishandwerkerschaft nicht mal eben so insolvent", so Lippick.
Bei Beratungen und juristischen Fragen arbeite man schon zusammen, um Kosten zu sparen. Lippick: "Sollte es Partnerschaften geben, muss jeder seine Finanzen offen legen. Man kauft nicht die Katze im Sack." Aus Braunschweig kommen aus strategischen Überlegungen indes eher Signale für eine Fusion mit Gifhorn.Wirtschaft













