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09. Februar 2010
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Wegweiser führt in die graue Vorzeit

5000 Jahre altes Hünengrab ist kaum zu finden – Bürgermeister Heinrich Hintze will Beschilderung verbessern

Von Uwe Hildebrandt

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RETHEN. Das archäologische Juwel liegt versteckt in der Rethener Feldmark. Bürgermeister Heinrich Hintze möchte den Weg zum rund 5000 Jahre alten Großsteingrab nun besser beschildern.

Eine Info-Tafel gibt es schon vor Ort, auch eine Sitzgruppe für Radreisende und Spaziergänger steht bereit. Doch wer an der geschichtsträchtigen Lichtung im Osten Rethens verweilen will, der muss sie erst einmal finden – und das ist gar nicht einfach.

"Wir müssen unbedingt von der Landesstraße 321 aus den Weg zum Großsteingrab weisen", erklärt Hintze vor Ort: "Ich weiß, dass viele Radfahrer hier halten, aber bei einer besseren Beschilderung würden noch mehr Menschen den Weg hierher finden". Der Bürgermeister verweist auf die große Bedeutung, die das Hünengrab für die Gemeinde Vordorf hat: "Es ist ein Zeugnis dafür, dass hier schon vor rund 5000 Jahren Menschen wohnten. Es ist ein Kulturdenkmal, das für alle zugänglich sein muss."

Am 1. November 1995 hatte der Landwirt Hans-Heinrich Bosse die großen Findlinge beim Tiefpflügen entdeckt. Der herbeigeeilte Kreisarchäologe Dr. Andreas Wallbrecht erkannte damals sofort die Bedeutung des Fundes: "Bei der sofortigen Freilegung stellte sich heraus, dass es sich um die Reste eines Großsteingrabes der Jungsteinzeit handelte. Es ist das erste und bisher einzige lokalisierte Grab dieser Bauart im Landkreis Gifhorn." Trotz der Bedeutung, die der Fund also auch für den Landkreis hat, trotzten die Rethener den Begehrlichkeiten anderer. "Es war damals die Frage, ob die Steine vor dem Gifhorner Schloss aufgebaut werden sollten", erinnert sich Hintze, "aber wir wollten, dass sie dort liegen bleiben, wo sie hingehören".

Mit dem rund 5000 Jahre alten Fund ist in Rethen übrigens noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, wie Wallbrecht in einem Artikel zur Ersterwähnung des Ortes im Jahre 1301 betonte: "Andere Feuersteingeräte und Grabungsfunde weisen sogar in die Zeit der Jäger und Sammler der Alt- und Mittelsteinzeit zurück. Hierdurch kann die Anwesenheit der Menschen in diesem Gebiet bereits ab rund 10 000 vor Christi bestätigt werden. Diese waren allerdings noch nicht sesshaft, sondern errichteten vielmehr saisonale Jagdlager."

Samstag, 29.12.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7758486/menuid/2160
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