Baubeginn in Rötgesbüttel erst 2014
Land und Kreis Gifhorn werden sich die Planungskosten für Ortsumgehung von drei Millionen Euro teilen
MEINE/RÖTGESBÜTTEL. Die Ortsumgehung um Meine und Rötgesbüttel wird nach vorsichtigen Landkreis-Schätzungen frühestens in sechs Jahren in Angriff genommen, sprich der erste Spatenstich erfolgen.
"Aber wir sind nach den jüngsten Gesprächen im niedersächsischen Wirtschaftsministerium auf einem guten Weg". Alexander Wollny, Bau-Fachbereichsleiter beim Landkreis Gifhorn, denkt in mittelfristigen Dimensionen. "Für dieses 65 Millionen-Euro-Vorhaben müssen erst das Planfeststellungsverfahren und die Ausführungsplanung abgeschlossen sein."
Im Grundsatz ging es darum, wer die Kosten für die gesamte Planung an der Bundesstraße 4 übernimmt. Nach den Worten Wollnys habe man sich mit dem Wirtschaftsministerium auf eine 50/50-Übernahme geeinigt. "Wir haben die ersten Planungskosten in Höhe von 400 000 Euro vorgeschossen", sagte er. Bis zur Vorlage des so genannten Vorentwurfs beim Bundesverkehrsministerium, der die Grundlage für eine Bewilligung der Baumaßnahme sei, müssten insgesamt 1,5 Millionen Euro investiert werden. Dieses Planfeststellungsverfahren werde sich voraussichtlich zwei bis drei Jahre hinziehen.
Weitere 1,5 Millionen Euro seien schließlich nach der Genehmigung, dem "Gesehen-Vermerk" des Bundesverkehrsministerium, notwendig, um überhaupt anfangen können zu bauen. Wieviel hat der Landkreis also zu tragen? "Bekanntlich zahlt der Bund drei Prozent der Bausumme für die Planung wieder zurück. Diesen Betrag von ca. zwei Millionen Euro teilen wir 50 zu 50 mit dem Land Niedersachsen", erläutert der Landkreis-Fachmann.
Ebenso wie Wollny sieht Bernd Mühlnickel von der Landesbaubehörde in Wolfenbüttel Bewegung in das Projekt gekommen. "Uns sind finanziell allerdings die Hände gebunden", erklärte er gestern. Gleichwohl würde seine Behörde den Antrag auf die B4-Ortsumgehung formell beim Bund einreichen.
Mühlnickel erinnerte noch einmal daran, dass der Fall Ortsumgehung Meine/Rötgesbüttel einer gewissen Pikanterie nicht entbehrt. "Schließlich befanden wir uns in den 80er Jahren bereits im Raumordnungsverfahren, damals hatte sich der Landkreis dagegen ausgesprochen."
Als nicht ungewöhnlich bezeichnete er die lange Dauer der Vorbereitung. "Man sollte eher mit einem längeren Zeitraum rechnen", sagte Mühlnickel und nannte ein prägnantes Beispiel: "Wenn man eine Parallelautobahn zur überfüllten A2 bauen wollte, müsste man mindestens 15 bis 20 Jahre Vorlaufzeit einplanen."











