BZV
newsclick
    Suchen
19. März 2010
2-Tage-Vorschau

Unterricht ohne Kreide und Schwamm

Ausschussvorsitzender plädiert für elektronische Tafeln in Papenteicher Schulen – Mehrwöchige Testphase

Von Sven Wiebeck

zoom
Großansicht Großansicht

MEINE. Spezialstift und Beamer anstelle weißer Kreide und grüner

Tafel: Geht es nach Jochen

Thomsen, benutzen die Papen-
teicher Schüler im Unterricht bald die modernen statt der klassischen Arbeitsutensilien. Nach den Ferien sollen an den Schulen der Samtgemeinde 15 Wochen elektronische Tafeln getestet werden.

Im Zuge der Planung des Schulneubaus in Groß Schwülper ist der Vorsitzende des Papenteicher Schulausschusses auf die interaktiven Tafeln aufmerksam geworden. Einen ersten Eindruck verschaffte er sich an der Realschule Maschstraße in Braunschweig, dort wird im Unterricht bereits mit diesen gearbeitet. Nach und nach sollen sie, so wünscht es sich Jochen Thomsen, in allen Grund- und weiterführenden Schulen der Samtgemeinde die herkömmliche Kreidetafel ersetzen. Zunächst jedoch nach Möglichkeit in der neuen Haupt- und Realschule.

Bei der interaktiven Variante
handelt es sich um eine weiße Tafel, auf die ein Beamer den Bildschirm eines angeschlossenen Computers projiziert. Diese Fläche kann nun auf digitale Weise beschrieben oder bemalt werden. Handschriftliche Notizen können in digitalen Text umgewandelt, Bilder, Filme und geometrische Formen eingefügt
werden, auch Zahlen und mathe-matische Formeln werden erkannt. Zudem kann das Internet genutzt werden.

"So ein interaktives Board ist extrem vielseitig, schnell und einfach zu bedienen und schnell", betont der Ausschussvorsitzende. Die optimale Lösung wäre, wenn dies durch ein kleines konventionelles Whiteboard ergänzt würde, auf dem handschriftliche Notizen über
einen längeren Zeitraum vermerkt werden könnten.

Auch Papenteichs Schulamtsleiter Frank Jung zeigt sich angetan von den Computertafeln. Unter anderem gemeinsam mit Thomsen und Vertretern der beiden weiterführenden Schulen konnte er sich kürzlich bei der Vorführung eines Herstellers in der Verwaltung genauer mit diesen befassen. Dabei wurde zum Beispiel ein virtueller Frosch seziert.

Jung betont: "Die Schüler können sich auch besser auf den Unterricht konzentrieren, da sie nicht mehr zwingend die ganze Zeit alles mitschreiben müssen." Stattdessen können das Geschriebene und die Hausaufgaben ausgedruckt, auf ein Speichermedium kopiert oder den Schülern per E-Mail nach Hause geschickt werden. "Für Schulen ist die elektronische Tafel das Medium der Zukunft", sagt Thomsen.

Nach den Ferien soll dies in allen Schulen über mehrere Wochen – kostenlos – getestet, am 7. Oktober im Samtgemeinderat für oder wider das interaktive Arbeitsgerät entschieden werden. "Der Architekt muss schließlich wissen, womit er planen soll", sagt Thomsen.

Zwei Aspekte stehen dabei im Vordergrund: Die Kosten und die Meinung der Lehrer. "Sie müssen letztlich entscheiden, ob sie mit den Boards vor allem pädagogisch und auch technisch sinnvoll arbeiten können", erklärt Jung.

"Natürlich würden Mehrkosten entstehen", ergänzt Thomsen. Der Listenpreis eines Systems, für den Anfang plane man gegebenenfalls mit 30, betrage rund 5000 Euro. "Ich würde mich freuen, wenn wir den Einstieg schaffen", sagt Thomsen.

Freitag, 08.08.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8887388/menuid/2160
epaper

Die elektronische Ausgabe Ihrer Zeitung - Jetzt ab 2,10 Euro im Monat abonnieren!

[ zum e-paper ]

Videos

"Platz ist in der kleinsten Hütte"

zum Artikel ]

Türsteher erhält Bewährungsstrafe

zum Artikel ]

Hunde beißen zu, immer mehr Braunschweiger werden verletzt

zum Artikel ]

Weitere Teiche von Fischsterben betroffen

zum Artikel ]

Besitzer warten auf Reaktion der Bahn

zum Artikel ]

Endlich: Eis lecken statt Eis kratzen

zum Artikel ]

Großkontrolle der LKW-Spezialisten

zum Artikel ]

Vor Gericht beschlossen: Auf dem Sonnenberger Sportplatz wird’s leiser

zum Artikel ]

Würfel aus 10 000 Spielkarten

zum Artikel ]

"Wir wollen eine Million investieren, aber das will die Stadt nicht"

zum Artikel ]

Arge legt positive Leistungsbilanz vor

zum Artikel ]

"Autofahrer sind das Problem"

zum Artikel ]

Viele Verletzte am Wochenanfang

zum Artikel ]

Frauen-Hass und Rachefantasien

zum Artikel ]