"Ich kann im Bundestag intensiv für meine Region tätig sein"
Frau Klamt, haben Sie etwas gezögert zu kandidieren?
Es fiel mir schwer, wegen der Querelen. Aber mein Kreisverband hat erklärt, mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen zu gehen, mit jemandem, der hier verwurzelt ist. Ich habe schon nochmal überlegt. Aber dann habe ich zugestimmt.
Warum wollen Sie nicht mehr ins Europaparlament?
Nach zehn Jahren EU stelle ich fest, dass ich für eine so riesige Region zwischen Gifhorn und Cuxhaven zuständig bin, dass ich mich immer nur punktuell kümmern kann. Nun will ich zurück zu meinen Wurzeln, denn ich komme aus der Kommunalpolitik und kann im Bundestag wieder intensiv für meine Region tätig sein.
Was sind ihre wichtigsten Projekte für den Wahlkreis, wenn Sie in den Bundestag gewählt werden?
80 Prozent aller Wirtschaftsgesetze werden in Brüssel gemacht, und sie haben ungeheure Auswirkungen auf Gifhorn und Peine. Hier kann ich vermitteln. Wir müssen früh und rechtzeitig Einfluss darauf nehmen, was zukünftig an Gesetzen kommt. Denn das kann über Aufstieg oder Abstieg der Region entscheiden.
Was haben Sie sich noch vorgenommen?
Unsere Steuergesetzgebung ist hochgradig kompliziert, sie muss einfacher und gerechter werden. Heute erwischt es gerade Menschen mit unteren und mittleren Einkommen, von einer Gehaltserhöhung bleibt bei ihnen kaum etwas übrig. Dabei würden sie das Geld dringend brauchen. Und wir müssen mehr in Richtung Familienförderung machen. Das Ganze muss aber auch bezahlbar bleiben.
Das klingt alles sehr wirtschafts- und finanzbezogen.
Ich habe 10 Jahre europäische Innenpolitik gemacht, ich würde auch im Bundestag gerne innenpolitisch arbeiten. Aber erstmal muss ich reinkommen. abi











