Eine leuchtende "60" für die Menschenrechte
Amnesty International und Gifhorner Persönlichkeiten verlesen die Erklärung Auf die Lage im Sudan aufmerksam gemacht
GIFHORN. 60 Jahre ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte jetzt alt geworden. Anlass für die Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" mit einer weltweiten Lichteraktion auf dieses so bedeutende Ereignis hinzuweisen. Auch die Gifhorner Gruppe beteiligte sich daran.
Auf dem Marktplatz standen kleine Gläser in der Form einer großen 60 aufgebaut. Sie sollten mit Teelichtern gefüllt und so zum Erstrahlen gebracht werden dazu verlasen Prominente aus dem Landkreis Gifhorn die Erklärung der Menschenrechte, Artikel für Artikel. "Jede Gruppe entscheidet selbst, wie sie sich an der Lichteraktion beteiligt. Nur das Verlesen der Menschenrechte gehört überall dazu", erläuterte Gifhorns Amnesty-Sprecherin Silke Schnau.
Die Gifhorner Aktion fand in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für bedrohte Völker statt. Die Gruppe machte auf die Lage im Sudan aufmerksam, sammelte Unterschriften für eine Verstärkung der Friedenstruppen, für Sanktionen gegen die Regierung des afrikanischen Landes und für die Aufnahme von Friedensverhandlungen.
Die Gifhorner Amnesty-Gruppe gibt es seit 1982, Amnesty weltweit seit 47 Jahren. Silke Schnau war von der Resonanz Prominenter wie Superintendent Michael Thiel, Musiker Heinrich Wulfes, Kinderschutzbund-Chefin Emmy Fischer oder Volker Arms, Samtgemeindebürgermeister der Sassenburg, angetan.
Schnau forderte, auf Missstände bei der Achtung der Menschenrechte konsequent hinzuweisen. Denn Menschenrechte seien schnell verletzt und ausgelöscht. "Täglich werden Menschenrechte mit Füßen getreten", sagte Schnau. Allein im Jahr 2007 habe Amnesty 81 Fälle von Folter dokumentiert, die Presse- und Meinungsfreiheit sei in 77 Staaten verletzt worden.













