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18. März 2010
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Initiative hat Zweifel an der Langzeitsicherheit

Bürger demonstrieren mit Radtour, Kundgebung, Theater gegen Atom-Lager Morsleben und für Atom-Ausstieg

Von Norbert Rogoll

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Gegen das Atommüllendlager Morsleben und für den Atomausstieg demonstrierten gestern Mitglieder von Bürger-Initiativen aus Helmstedt, Schacht Konrad, Sachsen-Anhalt, Asse und Gorleben gemeinsam.

Die BI Morsleben aus Helmstedt hatte zu einer Fahrradtour vom Markt durch das Brunnental nach Morsleben eingeladen. Rund 25 Teilnehmer waren dabei. "Als unangenehm und bedrohlich empfinde ich es, in der Nähe des Endlagers Morsleben zu wohnen", erklärt Radlerin Monika Bartels-Röker aus Helmstedt. Bernd Wahnschaffe aus der Kreisstadt ist in erster Linie begeisterter Radfahrer. "Ich finde es aber gut, dass jemand die Initiative ergreift und gegen das Atommüllendlager in unmittelbarer Nachbarschaft etwas unternimmt", betont er.

Vorsitzender Andreas Fox von der BI Morsleben berichtet, dass sich mehr als 60 Teilnehmer an der Kundgebung vor dem Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (Eram) beteiligt hätten. "Die Atommüllkippe Morsleben ist ein marodes Altbergwerk, in das noch unter der Regie der bundesdeutschen Behörden 22 000 der insgesamt 36 000 Kubikmeter Atommüll abgelagert und abgekippt wurden", hebt Fox hervor. Bis heute seien die Planungsunterlagen für die endgültige Stilllegung nicht veröffentlicht worden. "Wir haben erhebliche Zweifel, ob für die Abfälle, unter denen sich auch ein Fass mit hochaktiven Radiumstrahlern befindet, jemals ein Langzeitsicherheitsnachweis erbracht werden kann", erklärt der Vorsitzende. Deshalb sei es wichtig, dass sich tatsächlich unabhängige Wissenschaftler mit den Planungsunterlagen beschäftigen können, wenn die Unterlagen im Herbst auf den Tisch kommen sollen. Aus der Altlast dürfe kein Dauerproblem auch für die zukünftigen Generationen werden. Nach der Rückkehr aller Beteiligten in Helmstedt gab es unter dem Motto "Mal richtig aussteigen!" noch Musik, Theater und Informationen zum geforderten Atom-Ausstieg auf dem Markt und in der Neumärker Straße.

Montag, 06.07.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10595693/menuid/2161
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