Super-Frucht auf Kompost gediehen
Kürbisfest in Königslutter hatte Premiere – Bunter Markt soll feste Größe im Veranstaltungskalender werden
Ein Umfang von 191 Zentimetern und ein geschätztes Gewicht von rund 60 Kilogramm waren am Samstag der Schlüssel zum Sieg. So groß beziehungsweise schwer war der Kürbis aus dem Garten von Steffi Zopf.
Auf Anregung ihrer Eltern Edeltraud und Fritz Zopf hatte die Lutteranerin den Komposthaufen ihres neu erworbenen Grundstückes als Kürbisbeet genutzt und die Superfrucht geerntet, mit der sie den ersten Preis beim Kürbisfest errang.
Erstmals hatte die Arbeitsgruppe "Der neue Markt" der herbstlichen Frucht mit einem eigenen Fest Tribut gezollt. Nach Mitteilung von Arbeitsgruppen-Sprecher Johann Eden soll es eine feste Größe im Lutteraner Veranstaltungskalender werden.
Dem Namen des Festes entsprechend, wurden die dicksten und originellsten Kürbisse gesucht und mit Baumarkt-Gutscheinen oder Buchpräsenten prämiert.
Auch kulinarisch stand der Kürbis im Mittelpunkt. So hatten die Besucher Gelegenheit, Kürbisbowle, -suppe oder -kuchen zu probieren. Selbstverständlich durften auch die volksfesttypische Bratwurst und die Lutteraner Spezialität, der Ducksteinschinken, nicht fehlen.
Fruchtig kam das Angebot der Arbeitsgemeinschaft Streuobst daher. Entgegen der ursprünglichen Planung, frisch gepressten Apfelsaft unter dem Motto "Apfelsaft mit Muskelkraft" zu servieren, entschied man sich kurzfristig aufgrund des herbstlichen Wetters für Apfelpunsch, der nach Angaben von Birgit Wöbbeking gut ankam.
Positive Resonanz fand auch das Rahmenprogramm: eine bunte Mischung für kleine und große Besucher. So zeigten beispielsweise die Treckerfreunde Bornum alte Fahrzeuge. Zudem bestand Gelegenheit zu einer Führung im 50 Jahre alten Stadt- und Bildarchiv, das mit einer Diashow über den alten und neuen Markt aufwartete. Einen herbstlichen Barfuß-Pfad steuerte das Femo bei. Gartenfreunde konnten sich fachmännischen Rat rund um den Kürbis einholen. Kindergarten- und Grundschulkinder aus Glentorf, Königslutter, Lauingen und Rieseberg präsentierten herbstliche Lieder und Tänze.
Sportliches Können mit ihren BMX-Rädern stellten Jugendliche unter Beweis und begeisterten damit auch so manch älteren Besucher. Als Lohn dafür durften sich die BMX-Fans über eine Finanzspritze für die von ihnen seit langem gewünschte Freizeitanlage mit Skater- beziehungsweise BMX-Parcours freuen. Wie von Nilgün Sanli, Sprecherin der Arbeitsgruppe Erlebniswelten für junge Menschen zu erfahren war, kamen im Rahmen einer kleinen Sammlung rund 250 Euro zusammen.













