Wer gibt Helmstedtern eigentlich den Korb?
Gewerbliche Sammler bitten um Spenden
HELMSTEDT. Waschtag in Helmstedt? In der Straße Wohldamm standen am Dienstag und Mittwoch Plastikbehälter, die auch als Wäschekorb bezeichnet werden. Darin lag ein Zettel, auf dem um Spenden gebeten wird. Unsere Zeitung fragte nach, was es damit auf sich hat.
Auf dem Zettel wird um Altschuhe und Altkleider gebeten. Als Sammler wird die Charhrour GmbH in Buxtehude erwähnt. Ebenso gibt es eine Mobilfunknummer und die Hinweise "gewerbliche Abholung" oder dass die Behälter "morgen ab 8 Uhr abgeholt" werden.
Die Internetrecherche führt zu einer Festnetznummer. Es meldet sich eine junge Frau, die für die Presse ihren Namen nicht nennen möchte. Das Unternehmen habe zehn Mitarbeiter. Subunternehmer seien damit beauftragt, die Sammelkörbe bundesweit vor den Häusern zu platzieren. Was zusammenkommt, werde weiter verkauft. Teile des Erlöses gingen an den Verein Quo Vadis. In welchem Anteilsverhältnis die Einnahmen an den Verein gehen, wollte die Mitarbeiterin nicht sagen.
Über die Mobilfunknummer auf den Zetteln in den Körben erreichten wir einen der Subunternehmer. "Die machen das schon seit 20 Jahren in dem Stil", erzählt er über seinen Auftraggeber. Auch die Zusammenarbeit mit Quo Vadis sei ihm bekannt.
Ebenfalls über das Internet finden wir telefonisch zur Zentrale von "Quo Vadis Vereinte Jugend- und Altenhilfe" in Esslingen. Mitgründer und Vorsitzender des eingetragenen Vereins ist Klaus Böse. Der Verein sei eine Art Nachbarschaftshilfe mit Ehrenamtlichen, sagt er.
Der Vorsitzende bestätigt, dass die Charhrour GmbH Sammlungen für und im Namen von Quo Vadis macht und dem Verein etwas vom Erlös spendet. Mit Geld, das auf diese Art eingenommen werde, seien zuletzt fünf neue Fahrzeuge für die Besuche der ehrenamtlichen Helfer finanziert worden.













