Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln stieg
Tüv in Helmstedt legt seine Bilanz für 2009 vor Beleuchtung ist der häufigste Anlass für Kritik
HELMSTEDT. Das Auto mit den wenigsten Mängeln im Tüv-Report 2010 ist der Porsche 911. "Bei dem Preis muss der ja auch in Ordnung sein", sagt Bernd Günther, Leiter der Tüv-Station Helmstedt. Dort wurden im vergangenen Jahr allerdings mehr Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln registriert als 2008.
Mehr als 30 Prozent (Bundesdurschnitt 17,6 Prozent) der 6349 vom Technischen Überwachungsverein an der Otto-von-Guericke-Straße geprüften Fahrzeuge hatten zu viele gravierende Mängel, um auf Anhieb die Plakette zu bekommen. Günther vermutet, dass dies auch mit der Abwrackprämie zusammenhängt. Die Autobesitzer hätten ihre Wagen dem Tüv gezeigt, um zu erfahren, ob sich die Reparatur lohnt oder besser die staatliche Prämie kassiert wird.
Auffallend hoch sei der Anteil von Fahrzeugen, die bereits nach drei Jahren erste Mängel aufwiesen. Der Tüv-Experte führt dies auf mangelnde Wartung und Pflege zurück, weniger auf produktionsbedingte Ursachen.
Den ersten Platz bei den Mängeln nimmt wie in den Vorjahren die Beleuchtung ein. Es ist vor allem die Leuchtweiteneinstellung, der vom Tüv kein ordnungsgemäßer Zustand quittiert wurde. Günther vermutet, dass dies mit der geringen Nutzung dieser Einstellungsmöglichkeit zusammenhängt. "Wer stellt schon die Leuchtweite ein, wenn er nicht gerade in den Urlaub fährt", vermutet er.
Aus dem Verkehr musste der Helmstedter Tüv zwei Lastwagen aus Osteuropa ziehen. Sie waren von der Polizei zur Untersuchung geschickt worden. Nur 38,5 Prozent (Vorjahr 47,2 Prozent) der vom Tüv untersuchten Autos blieben 2010 in Helmstedt unbeanstandet.
Seit Beginn des Jahres gibt es keine eigene Plakette für die Abgasuntersuchung. Sie ist jetzt Bestandteil der Hauptuntersuchung. Bei unterschiedlichen Fälligkeiten von Abgas- und Hauptuntersuchung gilt die Hauptuntersuchung beim Tüv als nächstes Datum.











