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14. Februar 2012
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Im Landkreis krachte es 2317 Mal

Polizei legt Unfallstatistik für 2009 vor – Gesamt-Unfallzahl konstant, aber Wildunfälle erreichen Höchstwert

Von Fabian Wachsmuth

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HELMSTEDT. Mehr Unfallflüchtige, so viele Wildunfälle wie nie zuvor, zunehmende Gefahren durch überlastete Umleitungsstrecken – und doch ist die Polizei im Landkreis Helmstedt alles in allem zufrieden mit den Ergebnissen der Verkehrsunfallstatistik 2009.

Der Grund: Die Gesamtzahl der Unfälle kreisweit hält sich seit zehn Jahren konstant auf einem laut Polizeichef Hans-Werner Jeffe "guten Niveau". Im vergangenen Jahr gab es mit 2317 lediglich 19 Unfälle mehr als ein Jahr zuvor. "Wir haben da einen Wert erreicht, den wir nicht mehr großartig unterbieten können", erläutert Jeffe.

Zwar ergriffen 463 Unfallverursacher die Flucht, doch die Aufklärungsquote für diese Fälle bewegt sicht mit 50 Prozent auf hohem Niveau. Was die Unfälle mit Schwerverletzten und Todesopfern angeht, lag der Wert (79) nur um eins über dem Rekordtief von 2008. Die Zahl der Leichtverletzten stieg geringfügig von 294 auf 305.

Trotzdem bleiben große Probleme. So kritisiert Wolfgang Schmidt, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, dass den Autofahrern im Landkreis echte Alternativen fehlen: "Anständigen Öffentlichen Nahverkehr haben wir nicht – deshalb sind die Autos alle auf der Straße." Zunehmender Schwerlastverkehr beschädige die Straßen, Grasleben entwickele sich mangels Ortsumgehung zum Unfallbrennpunkt und allmonatlich halte die Polizei im Schnitt 100 unangeschnallte Autofahrer an.

Weitere Missstände sind Alkohol und Drogen am Steuer – sie haben in immerhin 52 Fällen zu Verkehrsunglücken geführt – und Wildunfälle machten im Jahr 2009 mit 543 knapp ein Viertel aller Unfälle aus. "Eigentlich müssten die Jäger mehr schießen", meint Hans-Werner Jeffe.

Am häufigsten – nämlich 669 Mal – krachte es im vergangenen Jahr allerdings beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie an Ein- und Ausfahrten. Auf Rang drei hinter den Wildunfällen rangierten die Unfälle wegen zu geringen Abstands (496). In 218 Fällen war überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache, 206 Mal missachteten Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt.

Wolfgang Schmidt gab auch ein paar Zahlen aus dem neuen Jahr preis. So habe es im Januar und Februar auf den häufig glatten Straßen im Landkreis rund zwei Drittel mehr Unfallfluchten und insgesamt 24 Prozent mehr Unfälle gegeben – Auswüchse eines ungewöhnlichen Winters. Für die Unfallstatistik 2010 kündigen sich womöglich also neue Rekorde an.

Donnerstag, 11.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11897784/menuid/2161
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