Ein Schlagzeuger ist nicht genug
Spektakuläre Show aus Berlin begeistert Publikum im Helmstedter Brunnentheater
HELMSTEDT. "Rhythm, Drum & Dance ein Schlagzeuger ist nicht genug!" Das Motto war der Inbegriff für mitreißend gute Laune am Dienstagabend. Eine beeindruckende Verschmelzung von Rhythmus, Tanz und Körpern.
Geboten wurden im Helmstedter Brunnentheater eine großartige Lichtershow, durchtrainierte Schlagzeuger, die auf eigens dafür entwickelten Drumsets mit einer atemberaubenden Intensität trommelten, und hübsche Tänzerinnen, die mit den Trommelstöcken um die Wette wirbelten. Dazu die fliegenden Füße zweier Funk-Stepptänzer und die waghalsige Akrobatik des Breakdancers "Hawk" (Ralf Habicht).
Der deutsche Meister im Breakdance des Jahrs 1999 überzeugte das Publikum mit geradezu unglaublichen Tanzeinlagen. Diese furiose Show, bei der man zeitweise gar nicht wusste, wo man zuerst hinschauen sollte, ist preisgekrönt und war die Idee des in Berlin lebenden Schweizers Freddie Rutz.
Der Choreograph und Regisseur präsentiert elf Musiker und Tänzer, die allesamt internationale Bühnenerfahrung haben. Sie waren an Produktionen von Nina Hagen, der Jazz Kantine und Rosenstolz beteiligt, gehörten zum Ensemble des Friedrichstadtpalastes und waren Teil der Show "Magic Of The Dance".
"Rhythm Drum & Dance" ist eine Hommage an das Schlagzeug und entspringt dem modernen Berliner Kultur-Zeitgeist. Es vereint viele musikalische und tänzerische Einflüsse. Von der ersten bis zur letzten Szene war das Publikum von dieser Musik gefesselt, so dass es fast unmöglich war, still sitzen zu bleiben.
Sogar mit abgesägten Plastikrohren als Drumsticks und auf ihren Knien spielend, entlockten die vier Schlagzeuger ihren Instrumenten faszinierende Rhythmen. Es wurde mitgeklatscht, bis die Hände schmerzten, und irgendwann hielt es viele Besucher auch nicht mehr auf ihren Sitzen. Bei so einer Stimmung war die Botschaft an das fröhliche Ensemble eindeutig: "Mehr davon!"













