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14. Februar 2012
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Junge Männer größtes Verkehrsrisiko

Bemerkenswerte Fakten aus der Kreis-Unfallstatistik – Senioren und Kinder relativ selten als Opfer beteiligt

Von Fabian Wachsmuth

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Die 18- bis 24-Jährigen sind weiterhin die Haupt-Risikogruppe auf den Straßen im Landkreis Helmstedt. Das weist die Unfallstatistik der Polizei für das Jahr 2009 glasklar aus.

Demnach stammte knapp ein Viertel aller im vergangenen Jahr getöteten oder verletzten Verkehrsteilnehmer aus dieser Altersgruppe. 2008 betrug dieser Wert noch weniger als ein Fünftel.

Auch bei den Unfällen unter Alkohol- und Drogeneinfluss stellen die jungen Verkehrsteilnehmer den höchsten Anteil. In 20 von 52 Fällen waren die betrunkenen oder berauschten Unfallfahrer jünger als 25. Alkohol und Drogen am Steuer sind übrigens weiterhin ein eindeutiges Männerproblem. Lediglich bei drei Unfällen hatte es die Polizei im vergangenen Jahr mit alkoholisierten Fahrerinnen zu tun, in den übrigen 49 Fällen saßen Männer am Steuer.

Als "erfreulich gering" – gemessen am Bevölkerungsanteil der Senioren – bezeichnet die Polizei in Helmstedt die Zahl der Unfallbeteiligten über 65 Jahre. Aus dieser Gruppe stammte im Jahr 2009 nur jeder zehnte auf den Straßen des Landkreises verletzte Verkehrsteilnehmer. Todesopfer gab es in dieser Altersgruppe – anders als im Jahr 2008 – nicht mehr. Die Polizei führt diesen Erfolg auch auf den von ihr und der Stadt Helmstedt eingerichteten Arbeitskreis "Senioren als Vorbild im Straßenverkehr" zurück.

6,3 Prozent aller kreisweiten Unfallopfer sind zwischen 6 und 15 Jahre alt gewesen. Schulwegunfälle sind die Ausnahme. "Sie zeigen jedoch, dass die Schulwegsicherung und -überwachung weiterhin intensiv betrieben werden muss", schreibt die Polizei in ihrem Jahres-Unfallbericht.

Fußgänger und Radfahrer waren 2009 im Landkreis verhältnismäßig selten in Unfälle verwickelt. Wie schon im Vorjahr lag die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer bei 69, die der Fußgänger stieg um zwei auf 37 – gemessen an den kreisweit insgesamt 2317 Verkehrsunfällen ein sehr geringer Wert. Dennoch nehmen insbesondere ältere Menschen Fahrradfahrer als Risiko wahr, weiß Wolfgang Schmidt, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Helmstedter Polizei: "Sie haben Angst, verletzt zu werden, weil Fahrradfahrer nicht zu hören sind."

In diesem Zusammenhang drängt die Polizei auf den Ausbau des Radwegenetzes. Was die mit Zebrastreifen gekennzeichneten Fußgängerüberwege betrifft, an denen im Jahr 2009 drei Passanten verletzt wurden, bevorzugt die Polizei eher Ampelanlagen. An diesen wurden allerdings im vergangenen Jahr auch immerhin vier Fußgänger verletzt. In den meisten Fällen ereigneten sich Unfälle mit Fußgängern jedoch an ungesicherten oder unübersichtlichen Stellen.

Nicht unmittelbar messbar sind die Erfolge der polizeilichen Präventionsarbeit. Wolfgang Schmidt kann hier lediglich mit Erfahrungswerten dienen: "Wir erreichen alle Kinder im Landkreis durch Fahrradprüfungen. Und die Erst- und Zweitklässler, die ein Fußgängerdiplom gemacht haben, verhalten sich im Straßenverkehr oft weitaus besser als die Erwachsenen", lobt Schmidt.

Samstag, 13.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11909680/menuid/2161
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