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14. Februar 2012
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Zehn Prozent der Getreidepflanzen sind im strengen Winter erfroren

Landwirt aus Rümmer rechnet mit Einbußen von 4000 Euro – Er hofft auf einen sonnigen April

Von Kristina Schlegel

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RÜMMER. Der Schnee ist weg, die Luft ist lau – und zum Vorschein kommen die Schäden des Winters. Nicht nur auf den Straßen hat der Frost seine Spuren hinterlassen, sondern auch auf den Feldern der Landwirte. Wilhelm Behn rechnet mit Einbußen von zehn Prozent.

Der Landwirt aus Rümmer zieht Bilanz und diese ist exemplarisch für viele Höfe in der Region: 10 Prozent der Gerste, 15 Prozent des Raps‘ und bis zu 20 Prozent des Weizens sind nach der Aussaat im Herbst erfroren, schätzen Wilhelm Behn und Christian Müller von der Landberatung Helmstedt.

Für Landwirt Wilhelm Behn bedeutet das ein Minus von 100 Euro pro Hektar. Das sind für seine Wirtschaftsfläche von 400 Hektar also 4000 Euro. "Ich muss jetzt überlegen, ob ich neu säe oder mit den Verlusten lebe", sagt er.

Das Problem im Winter sei nicht etwa der Schnee gewesen, sondern jene Tage, an denen der Wind die schützende Decke wegwehte und darauf Temperaturen mit starken Minusgraden folgten, sagt Berater Müller. "In den Vorjahren gab es fast keine Schäden. Schlimm war es 2002/2003, da musste fast die Hälfte des Getreides neu gesät werden", erinnert er sich.

Wilhelm Behn will sich allerdings nicht beschweren, noch härter habe es die Kartoffelbauern getroffen. Er selbst konzentriert sich auf Weizen, Gerste, Roggen, Raps und Zuckerrüben.

Im Winter standen für den 40-Jährigen Fortbildungen und Betriebswirtschaft im Mittelpunkt, nun zieht es ihn wieder auf die Felder. "Ich bin froh, dass es endlich los geht." Düngen und Pflanzenpflege seien die anstehenden Aufgaben für den Familienbetrieb.

Um Ostern herum sollen die Zuckerrüben gesät werden, dann hofft Wilhelm Behn, dass der Hundertjährige Kalender sein Wort hält. Denn der sagt für April genug Regen voraus. Nicht, dass Wilhelm Behn an den Kalender glauben würde, aber schön wäre es trotzdem, sagt er. "Wenn die Sonne viel scheint, wäre das außerdem gut – die Pflanzen wollen jetzt schließlich wachsen."

Donnerstag, 18.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11936693/menuid/2161
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