BZV
newsclick
Suchen
14. Februar 2012
2-Tage-Vorschau

Besitzer warten auf Reaktion der Bahn

Haupteingang bleibt zu, Zugang über die Bahnsteigseite wird nur noch für maximal zwei Wochen gewährt

Von Arne Grohmann

zoom
Großansicht Großansicht

Nach Aussage des Bahn-Sprechers Egbert Meyer-Lowis gab es mit den neuen Besitzern des Bahnhofs Königslutter ein "konstruktives Gespräch". Doch in Bezug auf den Streit wegen des Zugangs zum Schalter in der Halle führte es zu keiner Lösung.

Der Zugang zum Fahrkartenschalter im Innern des Gebäudes ist weiterhin nur vom Bahnsteig aus möglich, teilte Meyer-Lowis gestern auf Nachfrage mit. Rolf Hellmer, einer der neuen Besitzer, bestätigte: Der Haupteingang auf der Vorderseite bleibt geschlossen. Das Treffen mit Bahnmitarbeitern am Mittwoch habe keine Fortschritte gebracht.

Seit dem Verkauf des Gebäudes ist die Bahn Mieter des mit einer Person besetzten Schalterraumes. Der Weg dorthin führt durch die Halle. Die hat die Bahn nicht gemietet, besteht aber auf einem Zugangsrecht zum Schalter.

Nebenkosten soll der Mieter tragen

"Die Bahn ist nachweislich nicht bereit, wenigstens die Nebenkosten für die Halle zu übernehmen. Das ist das Mindeste", ärgert sich Rolf Hellmer. Die Kosten für Strom und Heizung in der von den neuen Besitzern nicht benötigten Halle lägen bei rund 2000 Euro, bei einer Miete für den Schalterraum von 180 Euro monatlich.

Rolf Hellmer ist überzeugt, dass seitens der Gebäudebesitzer mehr als genug Entgegenkommen gezeigt worden sei. Nun sei die Bahn am Zug. Wenn es innerhalb der nächsten zwei Wochen keine neuen Lösungsvorschläge von der Bahn gebe, werde auch der Zugang über den Bahnsteig wieder geschlossen.

Die Beratung würde wegfallen

Wird auch der provisorische Zugang dicht gemacht, ist der Schalterraum in Königslutter gar nicht mehr erreichbar. Dann gibt es nur noch Karten aus dem Automaten auf dem Bahnsteig, aber keine Beratung mehr vor Ort. "Das ist mein gutes Recht", sagt Rolf Hellmer über die angedrohte Schließung.

Ob die Bahn zurecht die Mietzahlung verweigert, oder ob die neuen Besitzer ein Zugangsrecht durch die Halle zum vermieteten Schalterraum gewähren müssen, könnten wohl Gerichte entscheiden.

Der Bahnsprecher teilte gestern mit, dass eine Klage seitens der Bahn vorerst nicht geplant sei. Es werde weiter auf Gespräche gesetzt. Einen nächsten Termin gebe es derzeit nicht.

Rolf Hellmer wiederholte, dass für die Halle ein Pächter gesucht werde. Dies könne ein Bistro, ein Kiosk oder auch ein Bäcker sein. Zum Aufgabenbereich gehöre auch der Fahrkartenverkauf. Die Bahn hatte zuvor mitgeteilt, dass der besetzte Schalterraum in Königslutter nicht aufgegeben werden soll.

Freitag, 19.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11941318/menuid/2161
epaper

Die elektronische Ausgabe Ihrer Zeitung - Jetzt abonnieren!

[ zum e-paper ]

Videos der Region

Städte suchen Wege aus Schuldenfalle

zum Artikel ]

VfL-Spielerin startet beim "Nacktrodeln"

zum Artikel ]

Stadt warnt: Eis auf dem Südsee trägt nicht mehr 

zum Artikel ]

Politik fordert Entschärfung von Ampelkreuzung

zum Artikel ]

Schwelender Streit ums Biogas

zum Artikel ]

Vom Rittergut sollen nur zwei Gebäude übrigbleiben

zum Artikel ]

Romec Manns verzichtet – Vechelder SPD votiert für Bachmann

zum Artikel ]

"Sie sind Vorbild in Sachen Menschlichkeit und Miteinander"

zum Artikel ]

Rat wird dem Mobilitätsmuseum zustimmen

zum Artikel ]

Nabu warnt: Leguane sind keine Haustiere

zum Artikel ]

Zwei Hobby-Fotografen setzten sich auf Bundesebene durch

zum Artikel ]

Jugendkunst von Mauern und einem Bauwagen

zum Artikel ]

Stadtwerke: Landgericht verhandelt über Sonderausgabe

zum Artikel ]

Delphin-Palast erhält ein Lifting

zum Artikel ]