Wiedervereinigung zwischen Anspruch und Wirklichkeit
CDU-Politikerin Sabine Bergmann-Pohl hält Vortrag in Bildungsstätte Helmstedt
HELMSTEDT. Die politische Bildungsstätte in Helmstedt erwartet am Freitag, 13. August, einen prominenten Gast: Sabine Bergmann-Pohl. Die CDU-Politikerin hält einen Vortrag über 20 Jahre Deutsche Wiedervereinigung.
Dass das Datum auf einen anderen, negativ behafteten Jahrestag (den Bau der Berliner Mauer) fällt, ist Zufall. Der Besuch von Bergmann-Pohl ist eingebettet in ein dreitägiges Seminar, das der Reservistenverband, Landesgruppe Niedersachsen, für 30 angemeldete Mitglieder organisiert hat.
Die Auftaktveranstaltung aber dazu gehören Berichte von weiteren Zeitzeugen ist öffentlich. Zeitlich ist sie angesetzt von 15.30 bis 17 Uhr. Projektleiter Horst Schell und die Politische Bildungsstätte bitten interessierte Bürger um Anmeldung unter
(0 53 51) 58 51 - 0.
Thema von Vortrag und Seminar ist die Frage, ob der Glanz des historischen Ereignisses möglicherweise 20 Jahre danach verblasst ist beziehungsweise inwieweit der Anspruch des Zusammenwachsen beider Gesellschaften von der Realität abweicht.
Eingeladen dazu sind unter anderen die Magdeburgerin Melanie Kollatzsch, die von ihrer jahrelangen Haft in einem Stasi-Gefängnis berichtet, der Dresdener Regimekritiker Michael Schlosser sowie Konrad Freytag, Oberst a. D. aus Berlin.
Eine Tour des Vereins Grenzenlos Wege zum Nachbarn führt die Seminarteilnehmer zu drei Stätten der Dokumentation der deutschen Teilung: die Gedenkstätte in Marienborn, das Grenzdenkmal in Hötensleben und das Zonengrenzmuseum in Helmstedt.
Zum Abschluss schildert der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Dr. Hans-Jürgen Grasemann, wie die Staatssicherheit in der ehemaligen DDR vorgegangen ist.













