200 Gartenzwerge schmücken den Hof von Christa Schuster
Rentnerin sammelt Figuren für den Vorgarten der alten Wassermühle Söllingen
Die alte Wassermühle von Söllingen liegt versteckt hinter dichten Büschen und Bäumen, der größte ist eine stattliche uralte Eiche. Mancher, der sich hierher verirrt, wird erstaunt sein, was sich hinter der grünen Umrahmung verbirgt.
Am Eingang zum Hof mit Fachwerkhaus und Stallgebäuden empfangen den Besucher allerhand Figuren. Gleich vorn sitzt der Denker mit Brille, daneben beäugt den Ankommenden einer mit dem Fernglas.
Ein paar Schritte weiter kann man auf Schneewittchen treffen bevor man feststellt, dass sich die sieben Zwerge beträchtlich vermehrt haben. "Ich schätze, dass ich 200 verschiedene Figuren habe", sagt Christa Schuster, die 60 Jahre eine Tankstelle in Schöningen besaß und vor 40 Jahren die alte Wassermühle kaufte.
Die leblosen Figuren stehen in Hof und Garten nicht nur einfach so herum. Die Tauben sitzen auf dem Taubenhaus, die Esel äsen auf der Wiese. Die Gartenzwerge fühlen sich von prächtig blühenden Blumen geschmeichelt.
Leuchtend machen die Petunien in Ampeln und Kübeln auf sich aufmerksam, Geranien und Fuchsien gehören ebenfalls zu den Lieblingsblumen von Christa Schuster (77), die seit zwei Jahren im Ruhestand ist. "Das alles habe ich mir zum Hobby gemacht", erklärt sie, "andere fahren dafür in den Urlaub." Deshalb leistet es sich die gehbehinderte Frau auch, die Pflanzenpracht von einem Gärtner anliefern zu lassen, bei der Pflege hilft der Nachbarsjunge Nico. Er ist auch da, wenn Schafe, Hühner oder Enten gefüttert werden müssen.
"Ich bin eine Förstertochter und im Wald groß geworden", erzählt Christa Schuster, "und deshalb liebe ich die grüne Idylle hier draußen."













