Bürgerinformation geplant
VW rechnet für 2012 mit mehr Lastwagenverkehr rund um die Deponie Essenrode
Wenn in den nächsten fünf Jahren die Volkswagen-Deponie bei Essenrode saniert wird (wir berichteten gestern), hat das nach Angaben der Planer in einigen Phasen auch erhöhte Belastungen durch den Lastwagenverkehr für die Anwohner zur Folge.
Erstmals wird das voraussichtlich 2012 der Fall sein. Dann nämlich werden die zehn Becken, in denen VW zwischen 1967 und 1989 insgesamt rund 100 000 Kubikmeter giftige Schlämme und Lackreste eingelagert hat, schrittweise mit einem bestimmten Mineral- und Sandgemisch beschwert. "So sollen sich die zuvor stark entwässerten Schlämme setzen. Anschließend wird die Decke aufgebracht", erklärte Gutachter Karl-Heinz Rostalski während einer Informationsveranstaltung am Donnerstag auf dem rund vier Hektar großen Deponiegelände.
"Wir werden die Bürger aber zuvor rechtzeitig zu einer Informationsveranstaltung auf das Gelände einladen", versicherte Hans-Günther Dymek, Geologe bei Volkswagen.
Schon in nächster Zeit werden die Firmen im Auftrag von VW beginnen, weitere Brunnen zur Entwässerung der Becken zu installieren. Außerdem soll es weitere Grundwasser-Messstellen nördlich der Landesstraße direkt neben dem Deponiegelände geben. "Diese zusätzlichen Kontrollstellen waren eine Auflage im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens", erklärte der Gutachter.
In diesem nördlichen Bereich haben die Erkundungen nach Angaben der Fachleute auch die Risse im Tonstein im unteren Bereich des Beckens 6 ergeben. Nachgewiesen worden sei in den Rissen des Tonsteins Tetrachlorethen. Die Risse sind nach Ansicht der Fachleute allerdings vollgelaufen. Ein weiterer Schadstoffaustrag aus dem Becken sei nicht möglich, weil das Tongestein ansonsten dicht sei. Dennoch werde an den Kontrollschächten weiter überprüft, ob die Grundwasserwerte in Ordnung seien.
Wasser, das die Fachleute derzeit bereits den Schlammbecken entziehen, werde ebenso wie das aufgefangene Oberflächenwasser in einem Becken gesammelt und per Lastwagen nach Wolfsburg gefahren. Dort werde es in der werkseigenen Kläranlage gereinigt.













