Appell zur Ausbildung in Krisenzeiten
Neues Gästehaus des Bildungszentrums für das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk gestern eröffnet
KÖNIGSLUTTER. Was 1996 begonnen hatte, endete gestern mit der feierlichen Übergabe des Schlüssels an den Hausherrn. Reiner Flassig, Leiter des Bildungszentrums für das Steinmetz- und und Bildhauerhandwerk in Königslutter, eröffnete offiziell im Beisein vieler Gäste aus Politik und Verwaltung nach zweijähriger Bauzeit das neue Gästehaus mit einer Nutzfläche von knapp 1000
Auch Hans-Georg Sander, der Präsident der Handwerkskammer Braunschweig, begrüßte die Gäste im neuen Domizil und sprach von einem "gelungenen Werk". Alle 25
Abschluss der Arbeiten
Der Neubau symbolisiert den Abschluss der Baumaßnahmen zur Modernisierung und Erweiterung des seit 1981 bestehenden Bildungszentrums in Königslutter. Verwaltungschef Hilmar Liedtke lobte die Entscheidung, den Standort Königslutter mit einem Neubau zu stärken und die überregionale Bedeutung weiter auszubauen. Der Neubau umfasst 16
Zusätzlich stellte das BBW rund 120
Der Neubau war wegen steigender Zahlen von Lehrgangsteilnehmern erforderlich geworden. Im vergangenen Jahr kamen mehr als dreimal so viele Lehrlinge zur überbetrieblichen Ausbildung nach Königslutter als noch 1981.
Die Zahl der Übernachtungen im Internat ist von rund 4300 im Jahr
Voll des Lobes waren die Reden der Gäste, doch sie blickten auch mit Sorgen in die Zukunft. Bundesweit ist laut Irmgard Meyer, Vorstandsvorsitzende des BBW, die Zahl der Auszubildenden dramatisch gesunken. Sie forderte eine Trendumkehr, um dem Nachwuchs eine berufliche Zukunft zu sichern. Das neue Gebäude bewertete sie deshalb als Signal zum Aufbruch.
Kritik an Reform-Ideen
"Man kann Wut bekommen, wie gutes Regelwerk den Bach runtergeht", sagte Bundesinnungsmeister Martin Schwieren mit Blick auf Reformvorschläge der Bundesregierung zur Handwerksordnung. "Man sollte sich gut überlegen, ob man die Verordnung ohne Not in Windeseile zerschlägt." Er hoffe auf "Gottes Segen für eine gute Novelle der Handwerksordnung".
Kultusminister Busemann appellierte ans Handwerk, auch in wirtschaftlich schwer angeschlagenen Zeiten, wenn möglich über den eigenen Bedarf hinaus auszubilden. Die Betriebe in Braunschweig/Niedersachsen bildeten mit rund 40
Als "sehr menschlich" bezeichnete Irmgard Meyer das Versehen Otto Schlieckmanns, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig. Er verlegte die Veranstaltung in seiner Rede kurzerhand nach Düsseldorf und hielt sich eingangs irrtümlicherweise nicht ganz an den Ablauf der Tagesordnung.













