"Touran sichert Arbeitsplätze in Reinsdorf"
Stellvertretender VW- Konzern-Betriebsratsvorsitzender besucht mit MdB Hans-Jürgen Uhl Dynamit Nobel in Reinsdorf
REINSDORF. "Die Qualität der im Werk Reinsdorf gefertigten Kunststoffteile für die Automobilindustrie ist vorbildlich", sagte Uwe Schräder, Vorsitzender des Betriebsrates von Dynamit Nobel in Reinsdorf. Dies käme auch durch die Investitionen in neue Produktionsanlagen, sagte er anlässlich des Besuches von MdB Hans-Jürgen Uhl und Bernd Osterloh, stellvertretender Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG.
Uhl, der auch dem VW-Betriebsrat angehört, hatte den Besuch der Produktionsstätte angeregt. Bei Dynamit Nobel arbeiten derzeit 405 Menschen. Auch Geschäftsführer Dr. Knuth Schmidt und der Leiter des Werkes Reinsdorf, Klaus Schmittbetz, hoben hervor, dass die dort gefertigten Teile die höchsten Qualitätsanforderungen des Volkswagen-Konzerns erfüllten. Schmidt: "Innerhalb der Automobilindustrie hat VW die härtesten Qualitätsstandorte!"
Probleme bereite dem Unternehmen die momentan schlechte Absatzsituation auf dem Automobilmarkt. Dies könne zu weiterem Personalabbau führen. "Weil BMW die Kunststoffteile für seine Motorräder künftig selbst produziert, fehlt uns ab nächstem Jahr ein wichtiger Auftrag", so Schmittbetz. Zusätzliche Aufträge waren durch die Übernahme des Werkes Reinsdorf von dem amerikanischen Investor "Flex-N-Gate" in Aussicht gestellt worden.
Die Übernahme scheiterte allerdings im letzten Moment. "Unsere Auslastung liegt bei 60 Prozent. Wir müssen kämpfen, um einen drastischen Personalabbau so weit wie möglich zu verhindern", sagte Schräder. Uhl betonte: "Wir müssen alles Erdenkliche tun, um die Sicherung des Standortes im Landkreis Helmstedt zu unterstützen. Jeder in Wolfsburg gebaute Touran trägt dazu bei, Arbeitsplätze auch in Reinsdorf zu sichern".
Neben den Stoßstangen für die in Wolfsburg gebauten Volkswagen Touran sowie Bora und Golf Variant werden inzwischen auch die für den VW Phaeton und Bentley im Reinsdorfer Werk produziert und lackiert. Durch diese Auftragsvergabe zeige sich die Leistungsfähigkeit des Werkes, sagte Schräder. Hinzugekommen ist das Volumen für den neuen Polo "Fun", der sich gut verkaufe. In der Fabrik werden auch kleinere Umfänge für Mercedes produziert. Zur Verbesserung der Wettbewerbssituation benötige das Werk Reinsdorf vor allem langfristige Verträge mit hohen Stückzahlen.
Uhl betonte abschließend: "Ich werde mich mit Bernd Osterloh dafür einsetzen, dass die Manager bei VW prüfen, ob Aufträge für neue Modelle nach Reinsdorf vergeben werden können." Produktivität, Qualität und Flexibilität stimmten. Vorteil sei die Nähe zum Stammwerk, aber auch zu VW-Standorten in Hannover, Kassel und Sachsen.













