Bürger können ihr Apfelbäumchen pflanzen
Neue Spendertafel auf Streuobstwiese in Königslutter Besondere Anlässe hinterlassen dort ihre Spuren Einladung zum Erntefest
KÖNIGSLUTTER. Eine alte Tradition lebte 1999 in Königslutter wieder auf. Bürgerinnen und Bürger der Domstadt können zu besonderen Anlässen auf einer Streuobstwiese, der so genannten Jubiläumswiese, einen Apfelbaum pflanzen. Seit Samstag steht nun an der Jubiläumswiese eine Tafel, auf der die bisherigen 15 Baumspender aufgelistet sind.
"Von Seiten der Stadt unterstützen wir das Projekt, weil Streuobstwiesen das Landschaftsbild bereichern und den Naturschutzgedanken fördern", betonte der Königslutteraner Bürgermeister Ottomar Lippelt am Samstag während der Enthüllung der Spendertafel.
Auch Bürger aus Ortsteilen
pflanzten Bäume
Nicht nur Lutteraner haben bisher auf der städtischen Jubiläumswiese am westlichen Ortsrand in der Nähe des Avalon-Hotelparks einen Baum gepflanzt. Auch Einwohner aus den umliegenden Königslutteraner Ortsteilen haben schon eine Baumspende getätigt.
"Auch dadurch wird dokumentiert, dass wir langsam zusammenwachsen", stellte Margot Albrecht, Bürgermeisterin der Kernstadt fest. Arnulf Baumann, der ehemalige Königslutteraner Bürgermeister, hatte sich vor sieben Jahren für die Jubiläumswiese stark gemacht. Da die erste Wiese mit bisher 19 Apfelbäumen keine weiteren Anpflanzungen mehr zulässt, wird demnächst in unmittelbarer Nachbarschaft eine neue Jubiläumswiese angelegt. Den ersten Apfelbaum auf der neuen Wiese wird Margot Albrecht pflanzen. "Im Sommer wird unser Enkelkind getauft. Das ist der rechte Anlass, einen Baum zu pflanzen", erklärte die Bürgermeisterin.
Arbeitsgemeinschaft
pflegt die Streuobstwiese
Die Pflege des Baumbestandes und der Wiese hat die Arbeitsgemeinschaft Streuobst übernommen. Die Arbeitsgemeinschaft weist darauf hin, dass extensiv genutzte Streuobstwiesen von Fachleuten inzwischen als Biotop und Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten eingestuft werden. So sind auf der Jubiläumswiese am Ortsrand von Königslutter bedrohte Vogelarten wie der Wendehals, Feldsperling oder Grünspecht heimisch geworden. Auch verschiedene Fledermausarten, viele Insekten und Schmetterlinge bevölkern das Areal am westlichen Rand der Domstadt.
Wer auf der neuen Jubiläumswiese einen Obstbaum pflanzen möchte, der kann sich an Susanne Stabrey von der Umweltabteilung der Stadt Königslutter (
(0 53 53) 912-189 wenden. Nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Vereine und Gruppen aus Königslutter können sich als Baumspender betätigen. "Natürlich werden alle Spender auch in ein paar Jahren zum ersten Erntefest eingeladen", informierte Sabine Fortak, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Streuobst.













