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04. Februar 2012
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Wie der Waldboden duftet

Femo-Aktion: Kinder erfuhren in Langeleben den Wald mit allen Sinnen

Von Jessica Zehme

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LANGELEBEN. Eifrig durchsuchen Kinder das Laub im Wald bei Langeleben, drehen morsche Äste um und betrachten konzentriert den Boden darunter. Zehn Jungen und Mädchen erforschten während einer Ferienpassaktion des Freilicht- und Erlebnismuseums Ostfalen (Femo) die kleinsten sichtbaren Bewohner des Waldes: Insekten.

"Ich hab’ was gefunden", ruft ein Junge aufgeregt und hebt einen Becher mit integrierter Lupe in die Luft. Darin krabbelt ein kleine Spinne. "Das ist eine Wolfsspinne", erklärt Beate Klimaschewski, beim Femo zuständig für Umweltbildung und Tourismus. "Das erkennt man an dem hellen Strich auf dem Rücken." Die anderen kleinen Forscher kommen neugierig näher und betrachten die Spinne durch die Lupe.

"Die Kinder sollen hier vom Fühlen und Greifen zum eigenen Begreifen der Umwelt gebracht werden – sie sollen den Wald mit allen Sinnen erfahren und Respekt vor Tieren und Pflanzen lernen", erklärt Klimaschewski. So werden die Sechs- bis Neunjährigen aufgefordert, auf den besonderen Geruch des Waldbodens zu achten und gefangene Tiere immer an ihren Fundort zurückzubringen. "Damit sie wieder bei ihren Freunden sind", erklärt ein Mädchen.

Auch neue Sichtweisen gehören zu diesem Konzept. Mit einem Spiegel an der Nasenspitze und einem Partner an den Schultern, der aufpasst, dass nirgendwo gegengelaufen wird, können die Jungen und Mädchen während des Spaziergangs die Baumkronen betrachten. "Ich habe mich gefühlt, als ob ich in der Luft gehe", meint Maximilian später dazu. Und auch die anderen Kinder sind von den Spiegeln begeistert.

"Jedes Kind entdeckt im Wald seine eigene Besonderheit, etwas, das es am meisten fasziniert", erzählt Klimaschewski. So findet auch das Basteln von Pflanzenbildern großen Anklang. Immer neue Gräser und Blüten finden ihren Weg auf die postkartengroßen Pappstücke.

"Guck mal, ich habe schon wieder ein Blatt gefunden, das am Rand anders aussieht", freut sich ein Junge, befestigt seinen Fund begeistert am Klebestreifen seiner Pappe und läuft los, um weitere Blattstrukturen zu entdecken. "Am besten waren die Schnecken und das Gehen mit dem Spiegel", findet Nina (6) am Ende des Spaziergangs und dreht sich zu ihrer Mutter um: "Können wir das nochmal machen?"

Montag, 07.08.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5747082/menuid/2161
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