Lohn für zehn Jahre steinige Arbeit
Verein Femo und seine Leistungen sind bekannt Fäden sollen in Königslutter zusammenlaufen
KÖNIGSLUTTER. Der Vorstandsvorsitzende des Königslutteraner Vereins Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen (Femo) Karl-Friedrich Weber muss den Spagat schaffen: Er soll den Hut aufhaben und sagen, wo es lang geht. Anderseits muss er zahlreiche Befindlichkeiten beachten. Die Aufgabe: Koordination von historischen und erdgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten im Braunschweiger Land.
Mit etwas Stolz berichtet Weber anlässlich des zehnjährigen Bestehens von Femo davon, dass dem Verein die Aufgabe zugetraut wird. Doch wie werden beispielsweise die Salzgitteraner reagieren, wenn Pläne zu deren Schloss Salder aus Königslutter kommen?
Höchste Sensibilität ist hier gefragt, damit sich niemand bevormundet fühlt. Schließlich gibt es von Goslar bis Wolfsburg und von Helmstedt bis Peine schon diverse Organisationen, die seit Jahren ihre Sehenswürdigkeiten vermarkten und betreuen mehr oder weniger erfolgreich.
1997 wurde in einer Gaststätte in Bornum der Verein gegründet. "Das war in einer Bierlaune", verrät Weber. Der seit fünf Jahren bestehende Geopark Harz/Braunschweiger Land/Ostfalen ist eine Tochter des Trägervereins Femo. Dieser Geopark ist inzwischen zertifiziert und Mitglied im europäischen Unesco-Geopark-Netzwerk. Auch darauf ist Weber sehr stolz: "Wir werden immer wieder gefragt, wie wir das als kleiner Verein hinbekommen haben." Der Femo-Vorsitzende stellt fest: "Die Qualität stimmt auch."
Noch gibt es keinen Dachverband für die Sehenswürdigkeiten im Braunschweiger Land. Für Weber steht fest, dass personelle und finanzielle Voraussetzungen stimmen müssen, wenn Femo die Gesamtkoordination übernimmt.
Ein Vorteil des Vereins aus Königslutter sei dessen Nähe zu den Besuchern und Touristen. Selbst so ein spezielles Thema wie Erdgeschichte werde bürgernah und verständlich rübergebracht. "Wir sind nicht so abgehoben", ist Weber von seiner Mannschaft überzeugt.
Jetzt gilt es, alle an einen Tisch zu holen und vom Sinn einer grenzübergreifenden Koordination zu überzeugen.













