"Felsenfest" zum Doppelgeburtstag
Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen ist zehn Jahre alt, der Geopark fünf Feier im Findlingsgarten
KÖNIGSLUTTER. Mit dem "Felsenfest" wurde gestern im Findlingsgarten bei Königslutter ein Doppelgeburtstag gefeiert. Seit zehn Jahren existiert das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen (Femo). Und seit fünf Jahren gibt es den Geopark "Harz, Braunschweiger Land, Ostfalen". Beide haben ihren Sitz in Königslutter.
Das "Felsenfest" lockte zahlreiche Besucher aus der gesamten Region in das Waldstück an der Straße zwischen Königslutter und Ochsendorf. Hocherfreut über die starke Resonanz zeigte sich Femo-Vorsitzender Karl Friedrich Weber. "Positiv anzumerken bleibt, dass sehr viele Kinder das Felsenfest besucht haben", betonte Weber. Kinder seien eine der Hauptzielgruppen des Freilichtmuseums und des Geoparks.
Die Attraktion schlechthin für den Nachwuchs waren gestern nicht die riesigen Findlinge, die während der letzten Eiszeit von Skandinavien in den Landkreis transportiert worden sind. Vielmehr belegten sie das neben dem Garten aufgeschlagene steinzeitliche Lager mit Beschlag.
Eicke und Timo aus Königslutter bearbeiteten dort zum Beispiel mit einer Feuersteinklinge einen Ast. "Wir basteln uns ein Schwert." Mehr war den beiden hochkonzentriert arbeitenden Fünfjährigen nicht zu entlocken. Andere Kinder stellten steinzeitlichen Schmuck her oder mahlten Korn in einer Steinmulde. Daraus wurde dann auf einem heißen Stein unter Zugabe von Wasser und etwas Öl ein wohlschmeckendes Fladenbrot gebacken.
Die Arbeit von Femo und Geopark, die überregionale Ausstrahlungskraft erlangt hat, würdigten Vertreter aus Politik und Verwaltung. "Beide machen die Entwicklung der Erde und auch den Klimawandel in hervorragender Form erfahrbar", lobte die niedersächsische Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann, die in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied der Stiftung "Nord/LB/Öffentliche Versicherung" weitere Unterstützung zusagte.
Dank der Anerkennung durch die Weltkulturorganisation Unesco sind Femo und Geopark übrigens auch in ein europäisches Netzwerk integriert.













