In einem Land vor unserer Zeit, als noch Mammuts unterwegs waren
Erweiterung der Ausstellung im Geopark-Informationszentrum in Königslutter
KÖNIGSLUTTER. Vor mehr als 100 000 Jahren zogen allerlei Großtiere durch diese Region. Neben Elefanten oder Nashörnern gehörten auch die Mammuts dazu. Deren Hinterlassenschaften sind der gestern neu eröffnete Teil der Ausstellung im Geopark-Informationszentrum.
"Außer einem Backenzahn hatten wir bisher nichts vorzuweisen", bedauerte in seiner Einführung Karl-Friedrich Weber, Vorstandsvorsitzender des Geopark-Trägervereins Femo (Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen).
Dank der Spende des Braunschweiger Gymnasiallehrers Gerhard Galinsky, selbst begeisterter Sammler, gibt es in Königslutter nun ein paar Knochen mehr. Dazu gehören unter anderem ein Rückenwirbel, Teile von Schulterblatt oder Oberschenkelknochen oder auch Stoß- und Backenzähne.
Letztere werden am häufigsten in der heutigen Zeit gefunden, wird auf einer der beiden Tafeln neben der Glasvitrine erklärt. Urzeit-Zahnärzte dürften wenig am potenziellen Privatpatienten Mammut verdient haben. Die Backenzähne sind besonders lange haltbar, erfährt der Besucher weiter.
Die dauerhaft gefrorenen Böden in Alaska oder Sibirien sind für die Forscher eine wahre Fundgrube. Während es in der Urzeit den Menschen ausgesprochen schwer gefallen sein dürfte, die Böden aufzureißen, ist das heutzutage kein Problem mehr.
Auf den Tafeln zur neuen Ausstellung im Geopark-Informationszentrum wird erläutert, dass in den kalten Regionen der heutigen Welt auch schon Mammuts mit Haut und Fell, Muskeln und sogar Mageninhalt gefunden worden seien. Alles bestens tiefgekühlt und daher für die Nachwelt erhalten.
Bürgermeister Ottomar Lippelt lobte während der Eröffnung die stetige Weiterentwicklung von Femo und Geopark. Karl-Friedrich Weber regte an, einen Namen für die ganze Ausstellung zur Erdgeschichte zu finden.













