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11. Februar 2012
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Der erste Erfolg – Post-Initiative sammelt über 1000 Unterschriften

Wipshausener kämpfen weiter für bessere Postversorgung – Hubertus Heil sagt Unterstützung zu

Von Sandra Sliepen

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WIPSHAUSEN. Die Wipshausener Postinitiative besteht noch nicht lange, aber verzeichnet bereits große Erfolge: Über 1000 Unterschriften haben die Mitglieder gesammelt. Das sind mehr als 1000 Menschen, die für eine flächendeckende Postversorgung sind – und gegen die Abschaffung kleiner Postagenturen auf dem Land.

Thorsten Bock, Mitglied der Wipshausener Postinitiative, ist begeistert von der Resonanz: "Daran sieht man, wie viele Menschen unter den Post-Schließungen leiden. Nicht nur unser Wipshausen ist betroffen, sondern die ganze Region und viele weitere Dörfer in Deutschland."

Das Problem in Wipshausen: Seitdem es dort keine Postagentur mehr gibt, müssen die Dorfbewohner gute acht Kilometer bis nach Edemissen zurücklegen. Vor allem für ältere und nicht mobile Menschen ist das ein Problem (wir berichteten).

Doch was nun? Was sollen die gesammelten 1000 Unterschriften bewirken? Thorsten Bock: "Wir wollen gleich einen Schritt in Richtung Bundesregierung gehen und die Unterschriften an Hubertus Heil und Vertreter anderer Parteien übergeben. Die Bundesregierung soll handeln. Außerdem sammeln wir weitere Unterschriften."

Kontakte zu anderen Bürgerinitiativen, Landkreisen und Dörfern seien ebenfalls schon geknüpft. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat Verständnis für den Ärger der Bürger – und keines für die Post. Im April des vergangenen Jahres schrieb er einen Brief an die Deutsche Post, in dem er darum bat, die Schließung in Wipshausen zu überdenken. Eine Antwort erhielt er bis heute nicht, die Wipshausener Post machte zu. Kann denn die Post überhaupt wahllos Filialen oder Agenturen schließen? Nein. Dafür sorgt die sogenannte Postuniversaldienstleistungsverordnung (PUDLV). Sie schreibt vor, dass die Post bundesweit mindestens 12 000 Filialen anbieten muss. Diese Zahl ist also gesetzlich vorgeschrieben. Eine weitere Auflage: In allen Landkreisen muss je 80 Quadratkilometer Fläche ebenfalls eine Filiale zu finden sein. Hubertus Heil: "Wenn ich weiter keine Antwort auf meinen Brief erhalte, werde ich mich an die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde wenden. Sie werde ich bitten nachzuprüfen, ob die Post überhaupt noch die Untergrenze von 12 000 Filialen in Deutschland einhält." Die Überschriften-Übergabe mit politischen Vertretern wünscht Thorsten Bock sich am liebsten direkt in Wipshausen. Einen Termin mit Vertretern der Parteien soll es bald schon geben.

Dienstag, 19.05.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10352105/menuid/2162
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